"Shanghaien": Besser unberauscht

Überraschung nach einer durchzechten Nacht. Früher wurden Betrunkene in der Hafenstadt Shanghai aufgesammelt und zum Schiffsdienst verdonnert – genannt wird dieser Vorgang passenderweise "Shanghaien". Die Eindrücke des AZ-Reporters vor Ort.
| Maximilian Koch
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Grüße aus Shanghai – diesmal mit einer Geschichte vom Hafen.
dpa/AZ Grüße aus Shanghai – diesmal mit einer Geschichte vom Hafen.

Shanghai - Ein Rausch in Shanghai kann gefährlich enden. Das verriet uns am Dienstag Reisebegleiter Xin. Früher jedenfalls seien betrunkene Menschen von Seeleuten in der Stadt aufgesammelt und zu ihren Schiffen gebracht worden.

Dort wachten die Abgestürzten am nächsten Morgen auf, mit Kater – und einer Überraschung: Sie sahen Shanghai nur noch vom Meer aus, denn man hatte sie gewaltsam zum Schiffsdienst rekrutiert. Ein gar nicht allzu seltener Vorgang in den Hafenvierteln dieser Welt, wo Matrosen in vergangenen Jahrhunderten immer wieder auf diese Weise entführt und zur Arbeit auf den Schiffen gezwungen wurden. Nicht nur in Shanghai, auch in den USA, London oder Hamburg. Trotzdem hat sich das Wort "Shanghaien" als Bezeichnung für diesen Vorgang durchgesetzt.

Ob es hier besonders gefährlich ist? Auch heute noch? Ich werde es besser nicht herausfinden.

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