Servus, Sacha! Warum Boey beim FC Bayern nie wirklich angekommen ist

Das 30-Millionen-Missverständnis ist (vorerst) beendet: Sacha Boey kehrt auf Leihbasis zu Galatasaray zurück. Dem FC Bayern droht ein großes Minus.
Bernhard Lackner |
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Servus, Sasha: Rechtsverteidger Boey wird den FC Bayern im Winter nun doch noch verlassen - und zwar Richtung Istanbul. Von dort (Galatasaray) war der Franzose vor zwei Jahren nach München gewechselt.
Servus, Sasha: Rechtsverteidger Boey wird den FC Bayern im Winter nun doch noch verlassen - und zwar Richtung Istanbul. Von dort (Galatasaray) war der Franzose vor zwei Jahren nach München gewechselt. © picture alliance/dpa

Wer denkt, dass Max Eberl und Christoph Freund nach dem Ende des Winter-Transferfensters in Deutschland am Montagabend gemütlich die Füße hochgelegt haben, der irrt sich - und zwar ganz gewaltig!

Statt in den Müßiggang zu schalten, hat sich die sportliche Führung des FC Bayern während der spielfreien Woche gleich zweier wichtiger Personalien angenommen: Serge Gnabry verlängert seinen Vertrag bis 2028 - und Verkaufskandidat Sacha Boey macht auf den letzten Drücker doch noch den Abflug. Der französische Rechtsverteidiger wechselt auf Leihbasis zu Galatasaray zurück, von wo er vor zwei Jahren für satte 30 Millionen Euro verpflichtet wurde.

Galatasaray sichert sich 15-Millionen-Option für Boey

Laut "Sky" hat sich der türkische Spitzenklub eine Kaufoption in Höhe von 15 Millionen Euro gesichert. Am Donnerstag reiste der 25-Jährige in die Metropole am Bosporus, um seinen Medizincheck zu absolvieren. Möglich ist der Transfer, da das Wechselfenster in der Türkei - anders als in anderen europäischen Top-Ligen - erst am Freitag schließt.

Es ist für beide Seiten eine Trennung auf Zeit und womöglich das Ende eines großen Missverständnisses. Seit seiner Ankunft in München ist Boey nie wirklich beim Rekordmeister angekommen, was auch an seinem großen Verletzungspech lag. Schon kurz nach seiner Verpflichtung setzten Boey ein Muskelfaserriss und ein Bündelriss außer Gefecht, es folgten ein Meniskusriss und eine hartnäckige Sprunggelenksverletzung. Anfang des Jahres fiel er zudem aufgrund einer mysteriösen Magen-Darm-Erkrankung für mehrere Wochen aus.

Boey verpasste in zwei Jahren 41 Spiele

Insgesamt verpasste er während seiner zwei Jahre bei den Bayern 41 Partien - und wenn er dann mal spielte, wusste er nur selten zu überzeugen. Bayern und Boey, das hat alleine schon aus sportlicher Sicht nie wirklich zusammengepasst.

Unter Trainer Vincent Kompany, der ihm zu Beginn der Saison regelmäßig Spielzeit gab, spielt der Rechtsverteidiger mit den Rasta-Zöpfchen schon seit Anfang November keinerlei Rolle mehr.

Ein Grund: ein Vorfall beim Auswärtsspiel gegen Union Berlin. Nach AZ-Informationen sollte Boey gegen die Eisernen eingewechselt werden, war auf seinen Einsatz - entgegen einer klaren Vorgabe von Kompany an seine Bankspieler - aber nicht entsprechend vorbereitet. Nachdem der Boey zu lange zum Umziehen gebraucht hatte, entschied sich Kompany gegen dessen Einwechslung. Der Belgier nahm das Verhalten seines Spielers als Disziplinlosigkeit wahr, auch seinem Standing innerhalb des Teams hatte der Vorfall geschadet. Seither kam Boey nur noch für fünf Minuten in der Champions League in Eindhoven zum Einsatz.

In den vergangenen Wochen hatten die Bayern noch erfolglos versucht, das Kapitel Boey vorzeitig zu beenden. Olympique Lyon und Marseille sollen Interesse an einer Verpflichtung gehabt haben, doch der 25-Jährige entschied sich gegen einen Wechsel - auch deshalb, weil er bei einem Transfer Abstriche beim Gehalt hätte machen müssen. Da Galatasaray sein Salär in Höhe von geschätzten drei Millionen Euro übernimmt, kommt der Abgang nun doch noch zustande.

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  • Rigobert vor einer Stunde / Bewertung:

    Er hat bestimmt alles versucht, aber Bayern war zu gross für ihn. Das gleiche gilt für Jackson und Guereiro.

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