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Nach Polizeieinsatz im Gästeblock: Strafverfahren gegen 29 FC-Bayern-Fans eingeleitet

Wegen einer Auseinandersetzung vor dem Gästeblock ist ein Teil der Ultras des FC Bayern nicht im Block.
Kilian Kreitmair,
Patrick Strasser |
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Boykottieren nach dem Polizeieinsatz den Klassiker: Die Fans des FC Bayern.
Boykottieren nach dem Polizeieinsatz den Klassiker: Die Fans des FC Bayern. © IMAGO

Die legendäre Südtribüne brannte Sekunden vor Anpfiff. Die Ultras von Borussia Dortmund zündeten Pyro, formten dazu den Giga-Schriftzug: "Heja BVB". Die Extraladung Motivation vor dem Klassiker gegen den FC Bayern. Und die Ultras der Münchner? Der vordere Teil des Gästeblocks blieb leer. Auch die üblichen Banner wurden nicht ausgerollt. Ebenfalls waren keine Fahnen da. Ob die Fans etwa im Stau steckten? Nein. 

Auseinandersetzung zwischen Polizei und Bayern-Ultras

Wie die AZ aus Ultrakreisen erfuhr, gab es eine Auseinandersetzung mit der Polizei direkt hinter dem Block. Beamte gingen mit Schlagstöcken und Pfefferspray auf einen Teil der Ultras los. Ultras berichten von Verletzten. Die Polizei Dortmund sagt auf AZ-Nachfrage, dass eine 29-köpfige Gruppe an Bayern-Fans zuvor versucht habe, sich mit gefälschten oder nicht regulären Tickets in den Gästeblock zu schleusen. 

Nachdem die Fans die Mitarbeiter des Ordnungsdienstes körperlich angegriffen haben sollen, schritten die Einsatzkräfte ein. Diese Personen seien von den Beamten kontrolliert worden und hätten wohl das Stadion anschließend betreten dürfen. Jedoch entschieden sich die Fans außerhalb des Gästeblocks zu bleiben, boykottierten den Klassiker anschließend.

Jamal Musiala erkundigt sich am Zaun bei den Fans weshalb die Ultras die Mannschaft nicht aktiv unterstützen.
Jamal Musiala erkundigt sich am Zaun bei den Fans weshalb die Ultras die Mannschaft nicht aktiv unterstützen. © IMAGO/Maximilian Koch

Als Jamal Musiala in der 30. Minute zum Aufwärmen ging, blickte er ratlos in den Gästeblock. Mit rudernden Armen ermunterte er die übrig gebliebenen Bayern-Fans mehr Stimmung zu machen.

BVB zeigen sich solidarisch mit Bayern-Ultras - Strafverfahren gegen 29 Personen

Zu Beginn der zweiten Hälfte hörte man im Stadion "Alle Bullen sind Schweine"-Fangesänge. Dazu hissten die BVB-Ultras ein Banner mit der Aufschrift: "Freiheit für Gästefans in Dortmund!" Auch die übrigen Bayern-Fans entrollten einen "Freiheit für alle Fußballfans"-Schriftzug. Eine Botschaft in Richtung der Polizei. Diese hat mittlerweile, wie es in einer Pressemitteilung heißt, gegen die 29 Personen ein Strafverfahren wegen Hausfriedensbruch eingeleitet.

Zeigen sich solidarisch mit den Bayern-Fans: Die Ultras von Borussia Dortmund.
Zeigen sich solidarisch mit den Bayern-Fans: Die Ultras von Borussia Dortmund. © Patrick Strasser

Nach dem 3:2-Sieg wurden die Gästefans wegen des ÖPNV-Streiks von Einsatzkräften bis zum Hauptbahnhof begleitet. Die Abreise verlief störungsfrei. 

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  • Rigobert vor einer Stunde / Bewertung:

    Die Ultras sind keine Bayernfans, sondern wollen nur Krawall. Die Lösung wäre: Stadionverbot

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  • Da Ding vor einer Stunde / Bewertung:

    Erstaunlich für was alles in unserem Land Geld übrig ist.
    Gewalttäter getarnt als Fußballfans.
    Und die Polizei darf es ausbaden.
    Panem et circenses

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  • Himbeer-Toni vor 3 Stunden / Bewertung:

    Ich gehe jetzt seit über 50 Jahren in die Stadien Deutschlands, und auch viel im Ausland.
    Und ich hatte noch nie Schwierigkeiten, bzw. Probleme mit der Polizei. Was mache ich nur falsch?

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