Ribéry rettet die Bayern

Nach dem Aus in der Königsklasse hat der FC Bayern in der Bundesliga einen glücklichen Last-Minute-Sieg in Freiburg gefeiert und behält das letzte verbliebene Saisonziel im Auge.
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Frühes erstes Tor, spätes Glück: Hier jubeln die Bayern über das 1:0 gegen Freiburg.
dpa Frühes erstes Tor, spätes Glück: Hier jubeln die Bayern über das 1:0 gegen Freiburg.

 

Nach dem Aus in der Königsklasse hat der FC Bayern in der Bundesliga einen glücklichen Last-Minute-Sieg gefeiert und behält das letzte verbliebene Saisonziel im Auge.

Freiburg - Bayern München ist zumindest in der Bundesliga wieder im Aufwind – dank Franck Ribéry. Der Franzose erzielte vier Tage nach dem bitteren Champions-League-Aus gegen Inter Mailand in der 88. Minute das Tor zum 2:1 (1:1)-Sieg beim SC Freiburg. Damit halten die Bayern Anschluss an den dritten Tabellenplatz, der zur Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation berechtigt.

Unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw hatte Nationalspieler Mario Gomez (9.) das 1:0 für die Münchner erzielt, die zum elften Mal nacheinander gegen Freiburg gewannen. Papiss Cisse (17.) traf für den SC, der seine vierte Niderlage in Serie kassierte. Vor seinem Treffer war Cisse mit einem Foulelfmeter an Bayerns Torwart Thomas Kraft gescheitert (14.).

Die Bayern in der Einzelkritik

 

Die 24.000 Zuschauer im ausverkauften Freiburger Stadion sahen in den ersten Minuten ein starkes Heimteam. Die Gastgeber nutzten die Fehler im Münchner Aufbauspiel und erarbeiteten sich die ersten kleinen Chancen. Ein Treffer gelang der Mannschaft von Trainer Robin Dutt, der bei einem möglichen Wechsel zum Ligarivalen Bayer Leverkusen offenbar durch A-Juniorencoach Christian Streich ersetzt werden soll, zunächst aber nicht.

Dagegen nutzten die Münchner ihre erste Möglichkeit zur Führung. Nach einem Freistoß Riberys erzielte Gomez per Kopf sein 19. Saisontor. Der Treffer änderte aber nichts an den großen Schwächen in der Bayern-Abwehr, die den Rekordmeister durch die Saison begleiten. Fünf Minuten nach dem Rückstand bot sich den Freiburgern die große Möglichkeit zum Ausgleich. Cisse konnte Kraft vom Elfmeterpunkt aber nicht überwinden. Zuvor hatte Kraft nach einem Missverständnis mit dem belgischen Innenverteidiger Daniel van Buyten den Freiburger Cedrick Makiadi gefoult. Kurz darauf machte Cisse seinen Fehler wieder gut und traf zum 18. Mal in der laufenden Spielzeit. Auch dabei sah die Münchner Abwehr schlecht aus.

Doch nicht nur die Defensive der Bayern hatte große Probleme. Auch die Offensive um den niederländischen Vize-Weltmeister Arjen Robben, um den sich Gerüchte über einen möglichen Abschied bei einer verpassten Qualifikation für die Champions League halten, brachte in dieser Phase kaum etwas zustande. Die Freiburger bestimmten das Geschehen, ein Freistoß Makiadis verfehlte nur knapp sein Ziel (26.). Vier Minuten später war die Partie für Robben beendet. Der offenbar angeschlagene Offensivstar wurde durch den Türken Hamit Altintop ersetzt. Das änderte aber nichts an der Überlegenheit der Gastgeber, die durch Daniel Caligiuri noch einen Pfostenschuss verbuchten (36.).

Nach dem Seitenwechsel steigerten sich die Gäste und übernahmen das Kommando. Toni Kroos (47.) vergab die Chance zur Führung. Nach einer knappen Stunde tauchten aber auch die Breisgauer wieder gefährlich vor dem Tor der Münchner auf. Cisse (58.) und Kapitän Oliver Barth (59.) nutzten jedoch ihre Möglichkeiten nicht. Auf der Gegenseite hatte Altintop die Führung auf dem Fuß (63.). In der 71. Minute verstärkte van Gaal die Offensive und brachte Nationalstürmer Miroslav Klose, der zum 300. Mal in der Eliteklasse zum Einsatz kam. Beste Spieler aufseiten der Bayern waren Ribery und Kraft. Bei den Freiburgen konnten vor allem Cisse und Caligiuri überzeugen.

 

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