Ribéry angeschlagen: "Ich habe Beschwerden"

Franck Ribéry muss sich mit Frankreich beim Kampf um ein Ticket für die WM 2014 in Brasilien allmählich mit dem Umweg über die Playoff-Runde anfreunden - und droht auszufallen.
| SID
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Franck Ribéry muss sich mit Frankreich beim Kampf um ein Ticket für die WM 2014 in Brasilien allmählich mit dem Umweg über die Playoff-Runde anfreunden - und droht auszufallen.

Paris - Les Bleus schießen nur noch Fahrkarten, daran ändert zurzeit auch Europas Fußballer des Jahres Franck Ribéry nichts: Dementsprechend spricht der Superstar von Triple-Sieger Bayern München auch in Bezug auf die WM-Chancen der französischen Nationalmannschaft Klartext.

"Der erste Platz ist weg", konstatierte der 30-Jährige nach der trostlosen Nullnummer am Freitag in Tiflis gegen Georgien: "Jetzt müssen wir uns eben auf die Play-offs einstellen. Das werden wir tun, und wir werden über die Playoffs das Ticket für Brasilien erkämpfen."

 

Dazu kommt: Ribéry meldete sich am Wochenende mit einer Verletzung im Gesäßbereich verletzt ab. Sein Einsatz am Dienstag in Weißrussland ist offen. "Es gab eine Untersuchung, ich habe Beschwerden. Ich kann nicht sagen, dass ich bei 100 Prozent bin. Ich hoffe, dass ich spielen kann", sagte Ribéry dem TV-Sender "Téléfoot".

Welt- und Europameister Spanien (2:0 in Finnland) rangiert bei noch zwei ausstehenden Spielen in der Gruppe I drei Punkte vor den Franzosen, die auch in Tiflis einmal mehr an ihrer schwachen Chancenauswertung scheiterten.

 

Die Equipe Tricolore ist jetzt schon seit fünf Länderspielen ohne Torerfolg: Spanien 0:1, in Uruguay 0:1, in Brasilien 0:3, in Belgien 0:0, in Georgien 0:0 – so die Ergebnisse der frustrierenden Negativserie. Das letzte Tor erzielte Ribéry am 22. März zum 3:0 gegen Georgien (61.).

"Jeder hat unser Problem gesehen: wir schießen einfach keine Tore. Es ist eine Schande, denn wir kreieren genug Chancen. Wir sind alle sehr enttäuscht heute", sagte der Ausnahmekönner von Triple-Sieger Bayern München. Frankreichs Nummer 7 sieht den Weltmeister von 1998 und EM-Champion von 2000 allerdings keineswegs im Tief, auch wenn die Ergebnis-Krise nicht zu leugnen ist.

"Wir haben als Mannschaft hart gearbeitet. Das Teamwork hat funkioniert, und jeder will unbedingt nach Brasilien", betonte Ribéry, "wir lassen uns aber nicht unterkriegen, sondern gehen erhobenen Hauptes ins nächste Spiel." Der Erzrivale Spanien gab sich dagegen in Finnland keine Blöße.

Zum 150. Länderspiel von Torwart und Kapitän Iker Casillas (Real Madrid) gab es einen standesgemäßen Erfolg, womit die Tabellenführung weiter ausgebaut wurde. Die Iberer siegten durch Treffer von Jordi Alba (19.) und Alvaro Negredo (86.). Im französischen Team gibt man sich indes keinen Illusionen hin.

"Am Ende warten wohl für uns die Playoffs", sagte auch Torwart Hugo Lloris. Angreifer Karim Benzema von Real Madrid sieht seine Mannschaft in einer problematischen Lage: "Es ist kompliziert, wir gewinnen nicht, wir schießen keine Tore und auch das Spielerische lässt zu wünschen übrig. Das nagt am Selbstvertrauen."

Auch Benzema selbst hat schon lange nicht mehr für Frankreich getroffen, letztmals im EM-Test 2012 gegen Estland. Wohl auch deshalb hatte Trainer Didier Deschamps in Tiflis Benzema zusammen mit Olivier Giroud vom FC Arsenal aufgeboten, aber ohne Erfolg. Die Torflaute hält an. Bei Les Bleus ist derzeit Frust angesagt.

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