Quarantäne nach Supercup-Reise: Verordnung verschärft

Fußball-Fans aus Bayern müssen bei einer Reise zum Supercup-Finale des FC Bayern in Budapest nach der Rückkehr zum Corona-Test oder in Quarantäne. Das Kabinett des Freistaats verschärfte am Dienstag seine Einreise-Quarantäneverordnung und strich eine bislang vorgesehene Ausnahmeregel. Demnach sind Sport-Anhänger bei Aufenthalten von weniger als 48 Stunden in Risikogebieten nicht mehr von der Quarantänepflicht befreit. Das gilt auch für Reisen zu Kulturveranstaltungen oder aus Freizeitgründen.
| dpa
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Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern., mit Mundschutz.
Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern., mit Mundschutz. © Peter Kneffel/dpa/Archivbild
München

"Das trifft insbesondere das Thema Supercup", sagte Ministerpräsident Markus Söder. Der CSU-Chef appellierte erneut, dass Anhänger auf einen Besuch des Champions-League-Siegers FC Bayern am Donnerstag gegen Europa-League-Gewinner FC Sevilla verzichten sollten. "Jeder soll sich das nochmal ganz genau überlegen, ob das sinnvoll ist, denn Budapest ist ein Hochrisikogebiet", sagte Söder. Für Geschäftsreisende bleibt die bisherige Ausnahmeregel bestehen.

"Der Ministerrat hält eine Verschärfung der Bayerischen Einreisequarantäneverordnung für erforderlich. Auch bei Kurzaufenthalten in Risikogebieten besteht eine erhebliche Infektionsgefahr, insbesondere beim Besuch von Großveranstaltungen", hieß es in der Pressemitteilung.

Die Rückkehrer aus Budapest müssten gleich einen Test machen, sagte Söder. "So wollen wir verhindern, dass es da eine mögliche Infektionsgefahr gibt." Erst nach ärztlichem Zeugnis, wonach keine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vorliegt, sind die Personen von der häuslichen Quarantäne ausgenommen.

Die Austragung des Supercup-Finales in Ungarn vor Zuschauern ist umstritten, nachdem Budapest vom Robert Koch-Institut als Corona-Risikogebiet eingestuft worden war. Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) wies auf die Empfehlung hin, einige Tage später einen weiteren Corona-Test durchführen zu lassen.

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