Pokal-Queen Theiss verspricht: "Es gibt Sieger-Bussis"

Christine Theiss trägt am Samstag beim Finale die DFB-Pokal-Trophäe ins Stadion. Hier spricht die Kickbox-Weltmeisterin über ihre Leidenschaft für den FC Bayern und den Triumph in Wembley.
| Matthias Kerber
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Christine Theiss trägt am Samstag beim Finale die DFB-Pokal-Trophäe ins Stadion. Hier spricht die Kickbox-Weltmeisterin über ihre Leidenschaft für den FC Bayern und den Triumph in Wembley

AZ: Hand aufs Kämpferherz, Frau Theiss: Wie gefällt Ihnen denn der DFB-Pokal als Schmuckstück so?


CHRISTINE THEISS: Ich sammle lieber WM-Gürtel im Kickboxen. Aber wenn man ehrlich ist, sind beides extreme Staubfänger. Aber darauf kommt es ja nicht an, sondern den Wert hinter dem Material-Wert. Dass ich als Kickbox-Weltmeisterin am Samstag beim Pokalfinale das Ding überreichen darf, ist nicht nur eine unglaubliche Ehre, sondern die Erfüllung eines Traumes für jeden Fußball-Fan.


In Ihrem Fall eines Bayern-Fans. Was passiert, wenn Ihre Lieblinge am Samstag als Verlierer vom Platz gehen und Sie den Pokal an die Stuttgarter übergeben müssten?


(lacht) Ich werde ihn nicht mit Tritten verteidigen und ich werde ihn auch nicht trotzdem den Bayern geben. Wenn Stuttgart gewinnt, werde ich ihnen den Pokal überreichen, aber das kann ich mir kaum vorstellen. Bayern strotzt nur so vor Selbstbewusstsein nach dem Triumph in der Champions League. Falls es zusätzliche Motivation sein sollte, gibt es von mir danach Siegerbussis für die Mannschaft, Pokalsieger-Bussis, Champions-League-Bussis.


Dann machen wir doch eine kleine Zeitreise zum vergangen Samstag. Zum Finale...


Ich glaube, den Jubelschrei, den ich mit Robbens Siegtor abgegeben habe, hat man von München aus noch bis Berlin gehört. Das Spiel war der Wahnsinn. Und die perfekte Antwort auf die Tränen, die ich nach dem Finale dahaom im Vorjahr bei der Pleite gegen Chelsea vergossen habe. Die ersten 20 Minuten bin ich bei mir daheim zwar tausend Tode gestorben. Danach haben sich die Bayern aber zum Glück daran erinnert, dass sie sich vorgenommen hatten, beim Finale nicht vor Angst in die Hose zu machen. Sie haben am Ende zurecht gewonnen. Die Bayern haben mir viele unglaubliche Glücksmomente verschafft.


Und Ihre beiden Boxerhündinnen wurden zur Feier des Tages auch gleich in Bayern-Trikots gesteckt.


(lacht) Die wurden nicht gesteckt, die haben mit ihren treuen Augen gebettelt: „Liebe Mami, können wir bitte, bitte, bitte die Trikots anziehen und mitfeiern!” Aber keine Angst, Boxern macht das nichts aus, die wären den ganzen Tag damit rumgelaufen, aber ich habe sie ihnen gleich wieder ausgezogen.


Gab’s einen Champions-League-Sekt als Belohnung?


Nein, ich verteidige ja am 7.Juni meine WM-Titel, da ist so was nicht drin. Aber die wahren Höhepunkte im Leben, kann man gut ohne Alkohol feiern. Jetzt noch den Pokal, dann stimmt echt alles.


Frau Theiss träumt als nächstem Höhepunkt also vom Titel-Dreier.

Es wäre die Krönung für eine Saison, in der die Bayern einfach extrem geilen Fußball gespielt haben. Extrem geil! Von Spiel eins bis jetzt, da gab es kaum einen Moment, der nicht verzückt hat. Ich denke, der Sport, den die Bayern im Moment bieten, den muss man lieben.


Sie sind ja in Bayreuth aufgewachsen, woher kommt denn die Liebe zu den Roten?


Da, wo ich groß geworden bin, wird man entweder Clubberer oder Bayern-Fan. Ich habe mich schon als kleines Mädchen für die Bayern entschieden und Poster gesammelt. Da hingen ganz viele Bayern-Stars neben den Take-That-Postern.


Wer war der Liebling?


Bei Bayern oder Take That?


Beichten sie beides.


Bei Bayern ganz klar der Scholli, Mehmet Scholl und bei Take That Mark Owen.

 

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