Pokal-Drama gegen FC Bayern München: DFB ermittelt gegen Ralf Rangnick

Ralf Rangnick hat sich am Mittwochabend mit seinem ganz persönlichen Video-Beweis im Pokal-Drama gegen den FC Bayern keinen Gefallen getan. Es hagelt kritische Kommentare für den RB-Sportdirektor.  
| dpa/sid
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Ralf Rangnick machte sich mit seiner Aktion am Mittwochabend keine Freunde - auch im eigenen Lager nicht.
Ralf Rangnick machte sich mit seiner Aktion am Mittwochabend keine Freunde - auch im eigenen Lager nicht. © Rauchensteiner/Augenklick

Ralf Rangnick hat sich am Mittwochabend mit seinem ganz persönlichen Video-Beweis im Pokal-Drama gegen den FC Bayern keinen Gefallen getan. Es hagelt kritische Kommentare für den RB-Sportdirektor. Und der DFB ermittelt.

Leipzig - RB Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick muss für seinen Smartphone-Videobeweis mit einer Strafe durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) rechnen.

Der DFB-Kontrollausschuss leitete am Donnerstag ein Ermittlungsverfahren gegen den 59-Jährige ein. Rangnick war beim Pokalgipfel zwischen RB und dem FC Bayern in der Halbzeit auf den Platz gestürmt, um Schiedsrichter Felix Zwayer (Berlin) mit seinem Handy eine Fehlentscheidung aufzuzeigen.

Es entstand eine Rudelbildung, Bayern-Torhüter Sven Ulreich schlichtete. Zwayer verwies Rangnick bereits während des Spiels aus dem Innenraum. Mutmaßlich war auf dem Smartphone die strittige Szene zu sehen: Bayern-Star Arturo Vidal hatte an der Strafraumgrenze den Leipziger Emil Forsberg gefoult (35.). Zwayer entschied zunächst auf Elfmeter für RB, was er nach Rücksprache mit seinem Assistenten zurücknahm. Es gab Freistoß.

Für seine Video-Beweis-Aktion in der Halbzeit des Pokalkrimis von RB Leipzig gegen den FC Bayern hatte Rangnick Kritik und Unverständnis geerntet. Sogar RB-Trainer Ralph Hasenhüttl war wenig begeistert: "Das geht natürlich auch nicht. Das kann in dem Fall dazu führen, dass der Schiedsrichter sich denkt: Naja, so darf er mir nicht kommen."

Der ehemalige Referee Peter Gagelmann meinte als Experte des TV-Senders Sky: "Wenn ein Verantwortlicher von der Tribüne in den Innenraum geht und dem Schiedsrichter eine Szene auf dem Handy zeigen möchte, dann finde ich das außerordentlich schlimm."

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"Ich kann mir nicht vorstellen, dass das erlaubt oder gewollt ist", betonte Bayerns Mats Hummels. Der Weltmeister hatte sich als erstes Rangnick in den Weg gestellt. "Ich habe Herrn Rangnick gesagt, dass er das nicht nötig hat und das es unsportlich ist. Es war relativ sachlich von meiner Seite aus", sagte Hummels.

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"Ich würde keinem empfehlen, zum Schiedsrichter zu gehen, weil es keinen Sinn hat", meinte Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. "Ich verstehe die Emotionen, aber es bringt nichts." Die Leipziger mussten letztlich mit 4:5 im Elfmeterschießen das Aus in der zweiten Pokalrunde hinnehmen.

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Durch einen äußerst fragwürdigen Elfmeter, den Hummels als Königin der Konzessionsentscheidungen bezeichnete, war RB in Unterzahl in der 68. Minute durch Emil Forsberg in Führung gegangen. Thiago hatte nur fünf Minuten später ausgeglichen.

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