Pep: „Sie verstehen meine Ideen“

Der FC Bayern zieht mit dem 2:0 gegen Sao Paulo ins Finale des Audi-Cups ein. Pep ist zufrieden, die Baustellen werden weniger. Der AZ-Check.
| Patrick Strasser
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Der Trainer freut sich, dass die Mannschaft seine Ideen so umsetzt, wie er es sich vorstellt.
sampics / AZ Der Trainer freut sich, dass die Mannschaft seine Ideen so umsetzt, wie er es sich vorstellt.

Der FC Bayern zieht mit dem 2:0 gegen São Paulo ins Finale des Audi-Cups ein. Pep ist zufrieden, die Baustellen werden weniger. Der AZ-Check.

München - Zusammenrücken war angesagt auf der Bayern-Bank. 13 (!) Ersatzspieler hatte Pep Guardiola für den Audi-Cup, Tag eins, nominiert. Beim 2:0 im zweiten Halbfinale gegen Sao Paolo tauschte er insgesamt zehn Profis aus, nur Torhüter Neuer spielte durch. „Ich bin zufrieden“, sagte Pep Guardiola, „ich bin überrascht, wie schnell die Spieler meine kleinen Ideen verstehen. Das zeigt, wie intelligent sie sind.“

Die wichtigste Erkenntnis vor dem heutigen Finale gegen Manchester City: Javi Martínez gewann.

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Acht Tage bleiben Guardiola noch bis zum Bundesliga-Auftakt am 9. August gegen Gladbach, um das Feintuning von Taktik sowie System und die perfekte Aufstellung für den Start zu finden. Er will keine Ausreden und Entschuldigungen für Pleiten wie zuletzt im Supercup in Dortmund (2:4) zulassen, bittet aber immer wieder um „Zeit“, will sich „Schritt für Schritt“ steigern. Um möglichst oft den Ernstfall zu proben, hatte der 42-Jährige um viele Testspiele gebeten. Die bekam er.

Noch sind jedoch Problemzonen zu erkennen, durch all die Wechsel war viel Leerlauf in der Partie. Die AZ zeigt die Pep-Baustellen auf und erklärt, was der Coach ausprobieren wollte:

Die Fitness von Schweinsteiger: Zwei Mal rund eine halbe Stunde Spielzeit hatte der Vize-Kapitän erst in den Knochen im Rahmen der Vorbereitung. Gestern durfte er auf seiner favorisierten Position, auf der Sechs ran. Aber alleine. Ungewohnt, doch effektiv. In einer Unterbrechung holte ihn sich Pep an die Linie, gab Nachhilfe. „Es ist unglaublich, wie gut er ist. Er hatte eine Verletzung und wird erst langsam wieder fit“, hatte ihn Guardiola in Schutz genommen. Sportvorstand Matthias Sammer sieht in ihm „den weltbesten Mittelfeldspieler“. Ihn in Frage zu stellen, sei „absurd“. Doch auf welcher Position wird er spielen? „Ich kann alle drei Positionen im zentralen Bereich spielen“, sagte Schweinsteiger nach Abpfiff.

Die Umschulung von Martínez: Gestern machte Pep seinen Plan mit dem Spanier, letztes Jahr der stabilisierende Mittelfeld-Faktor beim Triple-Sieg, erstmals offenkundig. Er brachte Javi in der Innenverteidigung neben Dante. 63 Minuten probierte sich das neue Duo anstatt Boateng/Van Buyten, die sich als zu unsicher in Dortmund erwiesen hatten. Klappte ordentlich mit der neuen Formation Martínez/Dante. Fortsetzung folgt.

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Die Flexibilität von Mandzukic: In Dortmund verlor der kroatische Stürmer bei seinen Rochaden vom Sturmzentrum auf die Außenpositionen Überblick und Form. Da hat der Torjäger noch Nachhilfebedarf. Gestern begann Claudio Pizarro ganz vorne – sehr blass. Zur zweiten Halbzeit kam Mandzukic und staubte zum 1:0 (55.) ab. Die pure Mittelstürmerrolle liegt ihm. Womöglich ein kleiner Pluspunkt, doch seine Körperversprache verrät, dass er nicht gänzlich glücklich ist. Denn Mario Götze, von Pep als „falscher Neuner“ künftig vorgesehen, soll ab Freitag mit der Mannschaft trainieren. Das variable 4-1-4-1-System, bei Angriffen ein 2-1-6-1-System, sitzt noch nicht.

Die Wettkampfhärte von Neuer: Nachdem es Zweifel an seiner Fitness gegeben hatte, da Ersatztorhüter Tom Starke mehr Minuten in der Vorbereitung absolviert hatte, ließ Torhüter Manuel Neuer am Mittwoch über den Klub ausrichten: „Ich bin wieder fit und voll auf der Höhe.“ In Halbzeit eins musste er sich am Mittelfinger der rechten Hand tapen lassen. Ein leichtes Problem an der Kapsel. Doch er hielt durch – und einen Elfer von Gäste-Keeper Ceni (89.). Der Mann ist startfit.

 

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