Niklas Dorsch: Für den FC Bayern nicht gut genug - jetzt führt er die U21 zum EM-Titel

Niklas Dorsch war im Finale der U21-EM der überragende Mann auf dem Platz, beim Junioren-Turnier spielte sich der Mittelfeldmann in den internationalen Fokus. Für den FC Bayern war er vor einigen Jahren nicht gut genug.
| Christina Stelzl
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Gewann mit der U21 den EM-Titel: Niklas Dorsch.
Gewann mit der U21 den EM-Titel: Niklas Dorsch. © IMAGO / Gonzales Photo

Ljubljana/München - Erinnerungen an Bastian Schweinsteiger im WM-Finale 2014 gegen Argentinien wurden wach: In Niklas Dorsch hat Deutschland am Sonntag einen neuen Final-Helden gefunden – wenn auch nur bei der U21-EM.

"Ich verstehe kein Wort. Aber das ist mir auch scheißegal. Das ist so geil, das glaubst du mir gar nicht", sagte der 23-Jährige überglücklich nach dem 1:0-Erfolg gegen Portugal im TV-Interview.

Dorsch schmiss sich im Finale in jeden Zweikampf

Der Sechser war nicht nur Wegbereiter des einzigen Treffers durch Lukas Nmecha, sondern dirigierte seine Kollegen auf dem Platz und schmiss sich ohne Rücksicht auf Verluste in jeden Zweikampf. Eben wie damals sein ehemaliger Vereinskollege und Bayern-Legende Bastian Schweinsteiger.

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Denn auch Dorsch hat eine Vergangenheit an der Säbener Straße. 2012 wechselte der gebürtige Oberfranke in die Nachwuchsabteilung der Münchner. Dort durchlief er sämtliche Jugendmannschaften, ehe er 2016 erstmals für die Reserve des deutschen Rekordmeisters in der Regionalliga auflief.

Dorsch: Erstes Profitor im ersten Bundesligaspiel für den FC Bayern

Bei den Profis konnte sich der Kapitän der "kleinen" Bayern allerdings nie durchsetzen. Zwar feierte er im April 2018 sein Bundesliga-Debüt, bei dem er auch prompt sein erstes Profitor erzielte, weitere Einsätze blieben ihm aber verwehrt. "Ich habe einfach keine faire Chance bekommen. Junge Spieler wurden nicht so beachtet", erklärte Dorsch damals gegenüber der "tz". Der Kontakt zwischen beiden Teams sei "nicht allzu gut" gewesen.

Niklas Dorsch traf gleich bei seinem Bundesliga-Debüt gegen Eintracht Frankfurt.
Niklas Dorsch traf gleich bei seinem Bundesliga-Debüt gegen Eintracht Frankfurt. © Weber/imago

Im Sommer 2018 folgte der logische Schritt: Der deutsche Rekordmeister verlor ein Talent aus den eigenen Reihen ablösefrei nach Heidenheim. Beim Zweitligisten reifte Dorsch schnell zum Stammspieler. Nach dem Scheitern in der Bundesliga-Relegation 2020 gegen Werder Bremen zog es den Oberfranken weiter ins Ausland zum KAA Gent. Obwohl er in der Jupiler Pro League erneut gesetzt ist, steht der 23-Jährige nach nur einer Spielzeit in Belgien abermals vor dem Abschied.

Dorsch sieht seine Zukunft in der Bundesliga

"Langfristig gesehen ist Deutschland schon ganz klar mein Ziel, dort will ich mich durchsetzen. Die Bundesliga ist somit auch mein nächstes Ziel", erklärte Dorsch zuletzt im Interview mit "transfermarkt.de".

Der defensive Mittelfeldspieler wollte die EM-Bühne für sich nutzen – dies ist ihm vor allem im EM-Finale eindrucksvoll gelungen. Und auch dem FC Bayern dürfte der Auftritt des ehemaligen Schützlings nicht entgangen sein...

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