Zäher Sommerschlussverkauf beim FC Bayern: Für welche Spieler Eberl schwierig Abnehmer findet
João Palhinha genießt dieser Tage den Strand und die Sonne. Der Portugiese ist mit seinen Kindern im Urlaub. Die WM beobachtet Palhinha nur aus der Ferne. Von Nationaltrainer Roberto Martínez wurde er nicht nominiert.
Die Konkurrenten sind zu stark. João Neves, Vitinha und Rúben Neves bilden die Schaltzentrale der Portugiesen.
Palhinha-Verbleib bei Tottenham unwahrscheinlich
So hat Palhinha Zeit, sich mit seinem Bruder und Berater Gonçalo Gedanken über die eigene Zukunft zu machen. Denn die ist wenige Tage nach dem Öffnen des Transferfensters unklar. Stand jetzt würde der Mittelfeldspieler am 20. Juli an der Säbener Straße aufkreuzen, um sich mit dem FC Bayern auf die kommende Saison vorzubereiten. Denn ein Verbleib bei Tottenham Hotspur, wo er in der abgelaufenen Saison spielte, ist ausgeschlossen.
"Die Vertreter von Tottenham hatten einen tiefen Einfluss auf mein Leben, nicht nur beruflich, sondern auch persönlich, und es ist etwas, das ich für immer mit mir tragen werde", verabschiedete sich Palhinha bereits vom Klub über Instagram.

Fernandes soll Tottenham bereits eine Zusage erteilt haben
Wie die AZ aus dem Umfeld des Premier-League-Klubs erfuhr, war man nicht gänzlich unzufrieden mit dem 30-Jährigen, doch Trainer Roberto De Zerbi möchte das Mittelfeld für die kommende Saison umbauen. Die Spurs wollen in den nächsten Tagen Sandro Tonali (26) von Newcastle United verpflichten. Mit Mateus Fernandes (21, bisher West Ham) hat man bereits einen weiteren Sechser verpflichtet. Für Palhinha ist dann kein Platz mehr.
Ähnlich verzwickt ist die Lage beim FC Bayern. Schon in seiner Premierensaison in München zeigte sich, dass die Stärken des einstigen Wunschspielers von Thomas Tuchel nicht zur Spielweise von Trainer Vincent Kompany passen. Es war ein Grund, warum Palhinha beim Rekordmeister eine schwache Saison spielte und letztlich verliehen wurde.
Nun muss Sportvorstand Max Eberl nach den Transfers von Nathaniel Brown und Ismael Saibari auch für Einnahmen sorgen. Entsprechend würde man Palhinha, dessen Gehalt bei rund neun Millionen Euro liegen soll, durchaus gerne abgeben. Die große Frage: Findet sich nun ein anderer Abnehmer? Der Portugiese soll ein Preisschild in Höhe von 25 bis 30 Millionen Euro besitzen. Nicht gerade wenig, wenn man bedenkt, dass sein Marktwert laut "transfermarkt.de" aktuell nur noch bei 15 Millionen Euro liegt.

Palhinha wird mit Sporting in Verbindung gebracht
Seinem Ex-Klub Sporting Lissabon wird seit geraumer Zeit Interesse an einer Rückkehr nachgesagt. Aber ob sich die Portugiesen den aufgerufenen Preis leisten wollen, bleibt abzuwarten. Klar ist jetzt schon: Palhinha wird für den FC Bayern ein Minusgeschäft. Zur Erinnerung: Im Sommer 2024 zahlte man über 50 Millionen Euro für die Dienste des Sechsers. Zwei Jahre später drohen auf Eberl und Sportdirektor Christoph Freund zähe Verhandlungstage zuzukommen.
Das gilt übrigens nicht nur im Fall Palhinha. Unter anderem auch bei Alexander Nübel (29) haben die Münchner nach AZ-Informationen aktuell noch Probleme, eine Transferlösung zu finden. Schon vor mehreren Wochen hatte Freund verkündet, dass der DFB-Keeper keine Zukunft bei den Bayern hat. "Wir hatten einen Austausch mit seinem Management und er weiß Bescheid, wie unsere Planungen sind", so der Österreicher damals: "Wir gehen mit den Tormännern, die wir jetzt haben in die neue Saison."

Vertrag von Nübel läuft noch bis 2029
Damit meinte Freund Kapitän Manuel Neuer (40), Jonas Urbig (22) und Sven Ulreich (37). Nach fünf Leihjahren forcieren die Bayern einen Verkauf im Sommer. Doch mangels attraktiver Alternativen für den DFB-Torhüter könnte auch er beim Trainingsauftakt dabei sein. Nübel, der aktuell rund zwölf Millionen Euro Jahresgehalt kassiert, würde nur ungern bei einem neuen Verein auf Einkommen verzichten.
Auf Eberl und den Klub scheint also ein zäher Sommerschlussverkauf zuzukommen ...

