Neuer und Wolff wollen gemeinsam trainieren

Der Handball-Held und der Welttorhüter - wer kann da bei wem was abgucken? Europameister Andreas Wolff und Weltmeister Manuel Neuer wollen sich zum Torwarttraining treffen.   
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Auch im "ZDF-Sportstudio" stand Andreas Wolff am Samstag Rede und Antwort: "Ich bin im Moment viel unterwegs. Der Hype ist schon ungewohnt. Aber es macht Spaß. Es ist mal eine andere Art und Weise zu leben."
Imago Auch im "ZDF-Sportstudio" stand Andreas Wolff am Samstag Rede und Antwort: "Ich bin im Moment viel unterwegs. Der Hype ist schon ungewohnt. Aber es macht Spaß. Es ist mal eine andere Art und Weise zu leben."

Der Handball-Held und der Welttorhüter - wer kann da bei wem was abgucken? Europameister Andreas Wolff und Weltmeister Manuel Neuer wollen sich zum Torwarttraining treffen. 

Wiesbaden - Handball-Europameister Andreas Wolff und Fußball-Weltmeister Manuel Neuer sehen sich demnächst beim gemeinsamen Training wieder.

"Wir haben vereinbart, dass wir uns mal kurzschließen, um ein Torwarttraining zu absolvieren. Ich bin mir sicher, dass ich einiges von ihm lernen kann", sagte Wolff am Samstagabend beim Ball des Sports in Wiesbaden. Bislang habe er sich zwar noch keine konkreten Gedanken über ein Treffen mit dem Bayern-Keeper gemacht.

"Wenn wir den Termin haben, wird mir schon das eine oder andere dazu einfallen", erklärte der Nationaltorwart vom hessischen Bundesligisten HSG Wetzlar. In der vergangenen Woche hatte Wolff Neuer in München schon einen Besuch abgestattet.

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Auf dem Trainingsgelände des FC Bayern plauderten die beiden Ausnahme-Schlussmänner kurz miteinander. Ein Vergleich zwischen den beiden Sportarten sei schwer, sagte nun Wolff.

"Fußball-Torhüter müssen auch unglaublich reaktionsschnell sein. Die Handballer machen viel mit Stellungsspiel. Das klappt besser, weil das Tor nicht so groß ist. Und natürlich müssen die Fußballer mental stärker sein."

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Dafür müssten die Handball-Torhüter mehr Körpertreffer verkraften. "Natürlich bekomme ich viele Bälle ab, aber das spüre ich gar nicht wegen des hohen Adrenalinspiegels. Wir Torhüter sind das gewöhnt, wir stecken das weg", sagte Wolff und fügte hinzu: "Ob wir deshalb die härteren Typen sind, weiß ich nicht."

 

Wolff auf allen Kanälen zu sehen

 

"Doppelpass" am Sonntag, tags zuvor Auftritte beim "Ball des Sports" und im "Aktuellen Sportstudio" - und davor noch ein Allstar Game: Torhüter Andreas Wolff ist seit seinen Glanztaten auf dem Weg zum EM-Gold Deutschlands Lieblings-Handballer und kann sich vor Terminen kaum noch retten.

Die nächsten Daten stehen schon fest: Am Mittwoch lost er die Halbfinal-Paarungen im DFB-Pokal aus. Der 24 Jahre junge Schlussmann ist plötzlich ein Star. Groß, erfolgreich und eloquent - er ist derzeit der beste Werbeträger für den Handball.

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"Ich habe mein Bett erst zwei-, dreimal gesehen. Man merkt schon einen kleinen Unterschied, wie man auf der Straße angesprochen wird respektive, dass man eben häufiger angesprochen wird. Aber es ist gut für den deutschen Handball und deswegen mache ich das gerne mit", sagte er.

Nach dem gefeierten Auftritt beim "Ball des Sports" am Samstagabend in Wiesbaden gönnte sich Wolff nur drei Stunden Schlaf und saß am Sonntagmittag schon wieder in München beim "Doppelpass" von Sport1.

Auch im "ZDF-Sportstudio" stand er tags darauf nach dem Interview mit dem gesamten Team noch einmal solo Rede und Antwort. "Ich bin im Moment viel unterwegs. Der Hype ist schon ungewohnt. Aber es macht Spaß. Es ist mal eine andere Art und Weise zu leben", sagte Wolff.

Nur privat hat sich nichts geändert. "Ich habe keine Heiratsanträge bekommen", berichtete Wolff und ergänzte: "Zum Glück. Sonst wäre meine Freundin vielleicht ein bisschen böse geworden."

Für den Schlussmann, der in der kommenden Saison zum deutschen Rekordmeister THW Kiel wechselt, ist der Handball unvergleichlich gut. Dennoch sieht er sich immer aufs Neue in der Pflicht, seine Sportart gegenüber dem allmächtig scheinenden Fußball hervorzuheben.

"Ich denke nicht, dass Handball ein Randsport ist. Wir sind immer noch die Nummer 1 hinter dem Fußball. Und deshalb führt Handball kein klassisches Dasein als Randsportart", betonte er.

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