Nagelsmann sorgt sich um Wettbewerbsfähigkeit deutscher Klubs

Die hohen Ablösen und Gehälter, die internationale Top-Klubs zahlen, verwundern den Bayern-Trainer. Angesichts der astronomischen Summen sieht er die deutschen Klubs im internationalen Vergleich im Nachteil.
| AZ/dpa
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Der neue Bayern-Trainer Julian Nagelsmann. (Archivbild)
Der neue Bayern-Trainer Julian Nagelsmann. (Archivbild) © picture alliance/dpa

München - Trainer Julian Nagelsmann sorgt sich angesichts der hohen Investitionen anderer europäischer Fußball-Klubs in Corona-Zeiten um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Vereine. "Ja absolut, die Gefahr besteht. Für Bayern München ist es noch einen Tick einfacher und trotzdem kompliziert. Aber für andere deutsche Klubs, die international spielen, ist es nochmal schwieriger", sagte Nagelsmann am Donnerstag vor dem Start in die neue Bundesliga-Saison.

"Ich reibe mir auch gelegentlich verwundert die Augen, wie das alles funktioniert", sagte der 34-Jährige mit Blick auf hohe Transfersummen im Ausland oder die gehaltsmäßig sehr teure Verpflichtung von Lionel Messi durch Paris Saint-Germain. "Da hängen nicht nur die Summen dran, die man so liest, sondern da ist oft noch ein Rattenschwanz, der im Verborgenen und im Schatten bleibt und der extrem viel nach sich zieht und Kosten über Jahre nach oben treibt. Ich weiß nicht, wie das alle hinkriegen", kommentierte Nagelsmann.

Darum hinkt die Bundesliga im Vergleich zu England hinterher

Der frühere Leipzig-Coach hofft, dass die Europäische Fußball-Union (Uefa) das Gebaren im Blick hat: "Die Uefa hat schon ein Interesse daran, dass es ein Wettbewerb bleiben soll." Die Bayern, die 2020 noch die Champions League gewonnen hatten, seien aber sportlich auch weiterhin "ein guter Herausforderer" - und das solle auch so bleiben. "Man muss ein Auge darauf haben, dass es nicht in nicht ganz richtige Richtungen läuft."

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Nagelsmann sieht einige Gründe, die es der Bundesliga im Vergleich gerade zu England "extrem kompliziert" machten. Er nannte etwa die 50+1-Regel, steuerliche Gründe, dazu Investorenthemen. Trotzdem habe man in Deutschland einen guten TV-Vertrag ausgehandelt. Es sei aber so, dass es den Klubs in England und Frankreich aktuell leichter falle, "mehr Geld zu generieren und auszugeben".

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