Nach Torjubel: Gegnerische Fans wünschen FC-Bayern-Leihgabe Bryan Zaragoza den Tod

Dass Fußball-Fans mit Spielern der gegnerischen Mannschaft in ihren Gesängen nicht immer zimperlich umgehen, ist bekannt und gehört in einem gewissen Rahmen auch dazu. Was sich die Anhänger des FC Malaga aber am Freitagabend im Spiel gegen Espanyol Barcelona erlaubt haben, ließ jeglichen Anstand vermissen.
Ziel der verbalen Angriffe war Bryan Zaragoza (25), der aktuell vom FC Bayern München an die Katalanen ausgeliehen ist. Doch was ist passiert?
In der 23. Minute dribbelte sich der 25-Jährige über die linke Außenbahn, erzielte nach seinem Solo-Lauf die 1:0-Führung für sein Team und bejubelte seinen Treffer ausgelassen mit geballten Fäusten.

Bei den Fans von Malaga kam dieser Jubel alles andere als gut an, auch wenn Zaragoza nie für ihr Team gespielt hatte. Allerdings kam der 25-Jährige in der andalusischen Stadt zur Welt und besucht auch regelmäßig seine dort lebenden Verwandten.
"Bryan muérete": Malaga-Fans wünschen Zaragoza den Tod
Aufgrund dieser familiären Verbindung zur Stadt hätten sich die Malaga-Fans von Zaragoza etwas mehr Zurückhaltung bei seinem Torjubel gewünscht. Zunächst quittierten die gegnerischen Fans jede weitere Ballberührung des Flügelstürmers mit Pfiffen, doch dann ließen sie jegliche Hemmungen fallen und attackierten den 25-Jährigen unter der Gürtellinie.
Als Zaragoza nach einem Zweikampf zu Boden ging, skandierten die Malaga-Fans sekundenlang "Bryan muérete", also "Bryan stirb".
Nach der Partie auf die Gesänge angesprochen, antwortete Zaragoza bei DAZN: "Ich hätte für Málaga spielen können, aber sie wollten mich nie. Da ich hier nie gespielt habe, weiß ich nicht, warum ich mein Tor nicht hätte feiern sollen. Ich glaube, es war ein Fehler der Fans, das zu singen."
Wenn das die spanische Liga auch so sieht, dann dürfte diese Fan-Aktion für den FC Málaga eine empfindliche Strafe zur Folge haben.
Zaragoza: "Der Jubel war keine Geste gegen die Málaga-Fans"
Zaragoza selbst zeigte sich nach dem Spiel schon wieder versöhnlich. "Der Jubel war keine Geste gegen die Málaga-Fans. Es war eine Geste der Freude nach meinem ersten Tor für Espanyol. Wenn die Geste die Málaga-Fans gestört hat, bitte ich um Verzeihung. Ich wollte nicht, dass sich jemand angegriffen fühlt. Málaga ist schließlich der Klub meiner Stadt."
Der 25-Jährige hat also nicht vergessen, wo er seine Wurzeln hat.