Nach Polizei-Prügel bei Madrid gegen Bayern: Fanclub-Dachverband wehrt sich

Die spanische Polizei ist für ihr hartes Auftreten bekannt, das mussten am Dienstag auch die Bayern-Fans feststellen. Der Fanclub-Dachverband hat jetzt eine Pressemitteilung zu den Vorfällen veröffentlicht.
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Die Polizei geht auf mitgereiste Bayern-Fans los.
dpa Die Polizei geht auf mitgereiste Bayern-Fans los.

München - In der Halbzeitpause des Viertelfinal-Rückspiels in Madrid ging es den Bayern-Fans richtig an den Kragen. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie die spanische Polizei den Münchner Block stürmte und scheinbar wahllos auf Anhänger des FCB einprügelte. Ein genauer Grund für den Einsatz war nicht zu erkennen, lediglich eine kleine Zaunfahne nahmen die Beamten mit aus dem Gästeblock.

Diese soll aber tatsächlich der Anlass des Vorgehens gewesen sein. So beschreibt es der Fanclub-Dachverband "Club Nr. 12" zumindest in einer heute veröffentlichten Stellungnahme: "Nach aktuellem Stand war ein ca. 1 x 1 m großes Fan-Banner der Auslöser für den Polizeieinsatz. Aus unserer Sicht kann das Aufhängen eines Fan-Banners, das weder rassistische noch sonstige politische oder verunglimpfende Aussagen trug, in keiner Weise einen derart unverhältnismäßigen, rücksichtslosen und gefährlichen Polizeieinsatz rechtfertigen. Zumal bei diesem Einsatz einige völlig unbeteiligte Fans verletzt wurden." Das Banner gehört wohl zu einer mit den Münchner Fans befreundeten Fangruppierung von Girondins Bordeaux.

Der Club Nr. 12 begrüßt auch die von den Bayern veröffentlichte Pressemitteilung zu der Thematik und möchte allen geschädigten Bayern Fans unter die Arme greifen: "In den vergangenen Stunden haben uns reihenweise E-mails erreicht, die das Geschehen dokumentieren. Wir gehen aktuell davon aus, dass Bayern-Fans Anzeige gegen die eingesetzten Polizeikräfte stellen werden. Der Club Nr. 12 unterstützt diese Fans bei der Vertretung ihrer Interessen über seine Initiative C12-Rechtshilfe."

Betroffene Fans sollen sich unter rechtshilfe@clubnr12.de melden, um bei der Aufklärung des Einsatzes mitzuhelfen.


Hier der Pressetext des Club Nr. 12 im Wortlaut:

Servus Bayern-Fans,

viele von Euch sind vermutlich immer noch damit beschäftigt, die Ereignisse von Dienstag Abend zu verarbeiten. Das Ausscheiden unter diesen Umständen war sicherlich schmerzhaft, aber unsere Mannschaft hat gekämpft und ist mit erhobenem Haupt vom Platz gegangen.

Viel schmerzhafter war jedoch für einige der mitgereisten Fans der Einsatz der Polizeikräfte in unserem Block. Noch konnten nicht alle Details der Geschehnisse rekonstruiert werden. Nach aktuellem Stand war ein ca. 1 x 1 m großes Fan-Banner der Auslöser für den Polizeieinsatz. Aus unserer Sicht kann das Aufhängen eines Fan-Banners, das weder rassistische noch sonstige politische oder verunglimpfende Aussagen trug, in keiner Weise einen derart unverhältnismäßigen, rücksichtslosen und gefährlichen Polizeieinsatz rechtfertigen. Zumal bei diesem Einsatz einige völlig unbeteiligte Fans verletzt wurden.

In diesem Zusammenhang begrüßen wir auch die zeitnahe Stellungnahme des FC Bayern.

In den vergangenen Stunden haben uns reihenweise E-mails erreicht, die das Geschehen dokumentieren. Wir gehen aktuell davon aus, dass Bayern-Fans Anzeige gegen die eingesetzten Polizeikräfte stellen werden.

Der Club Nr. 12 unterstützt diese Fans bei der Vertretung ihrer Interessen über seine Initiative C12-Rechtshilfe.

Fans die am Dienstag bei dem Polizeieinsatz verletzt wurden, werden gebeten diese Verletzungen zu dokumentieren (im Idealfall durch ein ärztliches Attest) und mit uns über rechtshilfe@clubnr12.de Kontakt aufzunehmen.

Mit rot-weißen Grüßen Club Nr. 12

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