Nach der Pyro-Show im Derby: Drastische Strafe für den FC Bayern

Zu Beginn der zweiten Halbzeit im Derby gegen den TSV 1860 (4:2) hatten sich die Fans des FC Bayern eine besondere Aktion ausgedacht. Zunächst hing ein Banner mit der Aufschrift "WE ARE RED" am Zaun vor dem Gästeblock. Es folgte jenes mit den Worten "WE ARE WHITE" und "MUNICHS DYNAMITE" – angelehnt an einen Fangesang.
Verbandsanwalt legt nach Pyro-Aktion Strafe fest
Dann krachte und leuchtete es in der Kurve der Roten. Unzählige Rauchtöpfe und Leuchtfackeln wurden von vermummten Ultras gezündet. Die Partie musste deshalb sogar von Schiedsrichter Felix Wagner mehrere Minuten unterbrochen werden. Das hat nun Konsequenzen.
Wie der BFV auf AZ-Nachfrage mitteilte, hatte sich der Verbandsanwalt zu Wochenbeginn der Sache angenommen. Nun steht wohl das Strafmaß fest. Nach "Bild"-Informationen soll der Verbandsanwalt einen Punkt Abzug und eine Geldstrafe in Höhe von 15.000 Euro für die bereits vorbestraften Amateure der Münchner festgelegt haben. Der FC Bayern kann gegen die drastische Strafe noch Einspruch einlegen.

Kern: "Das ist eine Straftat"
"Mit unserer Null-Toleranz-Politik wollen wir entsprechend ein Zeichen setzen, dass Pyrotechnik bei uns keinen Platz hat", erklärte BFV-Präsident Christoph Kern jüngst im AZ-Interview und schob hinterher: "Das ist eine Straftat!"
Schon mehrere Male war der FC Bayern von Punktabzügen betroffen. In der Saison 2025/26 verurteilte das Sportgericht des BFV die Amateure des FC Bayern in 13 Fällen wegen Verstößen. Im Februar kassierten die Münchner einen Abzug von einem Punkt sowie eine Geldstrafe von 26.000 Euro. Im Juli kam nochmal ein Abzug von zwei Punkten und eine Geldstrafe von 16.750 Euro dazu.
Löwen-Anhänger verzichteten auf Pyrotechnik im Stadion
Übrigens: Während die Bayern-Anhänger im Derby zündeten, verzichteten die Löwen-Fans, wie in allen bisherigen Spielen in der Regionalliga, bewusst darauf. Einzig vor dem Grünwalder wurde Pyro gezündet. Sie möchten ihrem Klub in der aktuellen Lage keine Strafen aufbrummen.