"Muss weiterschauen": Warum Neuer auch beim Klassiker kein Thema ist

Beim 2:1-Erfolg im Supercup Mitte August in Dortmund stand Manuel Neuer im Bayern-Tor. Auch im Oktober letzten Jahres, als die Münchner in der Bundesliga den BVB empfingen (Endstand ebenfalls 2:1). Beim knappen 3:2 wiederum in Dortmund im Februar erlebte Jonas Urbig bereits seinen zweiten Klassiker. Zuvor hatte der Neuer-Vertreter schon beim 2:2 im April 2025 zwischen den Pfosten gestanden.
Alles enge Kisten. Diesmal wieder? Der 40-jährige Stammtorwart Neuer leidet weiterhin an einer hartnäckigen Sehnenreizung im Fuß, muss für diesen Samstag in der Allianz Arena (18.30 Uhr, Sky) erneut passen und verpasst schon das dritte Pflichtspiel in Serie. "Der Klassiker kommt etwas zu früh für Manuel Neuer, er hat immer noch Schmerzen im Fuß", erklärte Kompany-Vertreter Aaron Danks am Freitagvormittag an der Säbener Straße, "er muss weiterschauen." Wann es denn wieder geht mit Training und Einsätzen.
Neuer: Nur zwei von sechs Spielen
Selbst der Dienstag, wenn es in der Champions League bei Atlético Madrid um wichtige Punkte in der Gruppenphase geht, dürfte knifflig werden. Seit der XXL-Länderspielpause im September konnte Neuer in seiner Abschiedssaison lediglich zwei von sechs Partien bestreiten – das 2:2 beim FC Augsburg samt dickem Patzer in den ersten Sekunden, der zum Rückstand führte sowie das 2:2 gegen den FC Arsenal, als er Top-Paraden zeigte.
Neuer weiter verletzt – Einsatz gegen Dortmund und Atlético fraglich
Gegen den BVB darf sich also wieder Jonas Urbig (23) beweisen, in seinem nun schon 39. Pflichtspiel (45 Gegentore) für den Rekordmeister. Danks und die Bosse vertrauen Urbig total. Voller Anerkennung hatte Sportvorstand Max Eberl nach dem 3:1 in Freiburg gesagt: "Jonas steht seinen Mann. Den kannst du reinschmeißen und der bringt seine Leistung."

Urbig nutzt die Chance – Hoffnung auf ein längst fälliges Zu-Null
Der Stellvertreter und Kronprinz des alten Platzhirsches wünscht sich wie die gesamte Mannschaft endlich wieder ein Zu-Null-Spiel, was nicht einmal im DFB-Pokal gegen Zweitligist 1. FC Magdeburg geklappt hatte. Das letzte Bayern-Spiel ohne Gegentreffer? Am 18. September beim 7:0 gegen Union Berlin – mit Neuer im Tor. Nun wird sich vor allem Bundestrainer Jürgen Klopp vor den beiden November-Länderspielen freuen, dass Urbig auch im Verein so viel – ungeplante – Spielpraxis bekommt.