Mit goldenen Flaschen und Feuerwerk: Kane feiert Ballon d'Or in Londoner Nachtklub

Am Rednerpult war Harry Kane überwältigt. Wenige Sekunden zuvor wurde der Stürmer des FC Bayern zum Weltfußballer ernannt. "Was für ein Moment", holte Kane in seiner Dankesrede auf dem Podest des Londoner Palladium Theatre aus.
Kane mit emotionalen Worten in Richtung seiner Familie
Die ersten Worte nach dem Triumph widmete der 33-Jährige der Familie, die am Montagabend in den Zuschauerreihen saß. Seine Mutter Kim hatte Tränen in den Augen, war völlig emotionalisiert nach der Auszeichnung für ihren Sohn. "Was ihr all die Jahre für mich geopfert habt", so Kane in Richtung seiner Liebsten: "Ihr habt mich zum Training gebracht und zugeschaut. Überall in England und in Deutschland. Egal wo, ihr seid für mich da."
Dabei versagte Kane beinahe die Stimme, so gerührt war er. "Es gab nie Druck von euch, dass ich Fußballer werden sollte", meinte der Londoner: "Es ging um harte Arbeit, darum, besser zu werden und zu lernen. Ich liebe euch. Vielen Dank!" Emotionen pur! Nach seiner Rede und unzähligen Fotos mit dem Ballon d'Or zog Kane weiter, feierte seinen Triumph in der Heimatstadt.

Dier feiert Ballon d'Or mit Kane
Zusammen mit der Familie, Frau Katie Goodland und Freunden, darunter auch Ex-Bayern-Verteidiger Eric Dier, ging es in einen Nachtklub. Mit einem edlen Tröpfchen wurde angestoßen. Von der Anspannung, die sich in den vergangenen Wochen angestaut hatte, war nichts mehr zu sehen. Kane wippte zur Musik, ließ sich von der Menge feiern.
Zu Ehren des Weltfußballers wurde sogar ein Flaschenfeuerwerk gezündet. Mehrere Bedienungen hatten die Leuchtkerzen in goldene Flaschen, passend zum Ballon d'Or, gesteckt. Partystimmung! Und das zurecht. Immerhin wurde Kane als erster Spieler des FC Bayern seit Karl-Heinz Rummenigge im Jahr 1981 zum Weltfußballer ernannt.

Vorsprung von Kane war offenbar minimal
Zwar wurde das genaue Ergebnis der Wahl noch nicht offiziell kommuniziert, doch es soll am Ende sehr knapp gewesen sein. Der Vorsprung von Kane bei der Journalistenwahl sei minimal gewesen, sagte Vincent Garcia, der Chefredakteur von "France Football", nach der Gala. Das Fachmagazin hatte die Preisverleihung zusammen mit der Uefa veranstaltet. "Es ging dieses Jahr wirklich nur um wenige Punkte", so Garcia.
Die genauen Zähler sollen erst gegen Ende der Woche publik werden. "Aber ich kann schon verraten, dass der Punktabstand zwischen Kane und Mbappé kleiner war als jener zwischen Rodri und Vini Jr. im Jahr 2024. Und das waren damals nur 41 Punkte", sagte der Journalist. Kane wird es am Ende egal sein, wie viele Punkte er vor dem Franzosen lag. Hat er sich doch nun in die Geschichtsbücher eingetragen.