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Mega-Deal beim FC Bayern? Das ist dran am 250-Millionen-Euro-Gerücht

Wie steht es um den Einstieg von Viessmann beim FC Bayern? Das Netzwerk des hessischen Unternehmers ist tatsächlich wichtig für den Klub, aber ist ein 250-Millionen-Euro-Deal in der Mache? So ist der Stand wirklich nach exklusiven AZ-Informationen.
von  Maximilian Koch
Die Bayern-Führung um (v.l.) Rouven Kasper, Max Eberl, Jan-Christian Dreesen und Herbert Hainer. Steht ein Verkauf der Bayern-Anteile in Höhe von fünf prozent wirklich zur Debatte?
Die Bayern-Führung um (v.l.) Rouven Kasper, Max Eberl, Jan-Christian Dreesen und Herbert Hainer. Steht ein Verkauf der Bayern-Anteile in Höhe von fünf prozent wirklich zur Debatte? © IMAGO/Markus Ulmer

Am Donnerstag kochte die Gerüchteküche beim FC Bayern mal wieder hoch: Der "Merkur" berichtete davon, dass die Münchner angeblich fünf Prozent der FC Bayern München AG an den Unternehmer Max Viessmann verkaufen würden, der Kaufpreis solle bei 250 Millionen Euro liegen. Eine hohe Summe, eine spannende Geschichte, die für Aufmerksamkeit sorgte. Doch nach AZ-Informationen gibt es aktuell keine konkreten Verhandlungen über einen Viessmann-Einstieg.

Viessmann (r.) mit dem damaligen Bundeskanzler Olaf Scholz.
Viessmann (r.) mit dem damaligen Bundeskanzler Olaf Scholz. © Nadine Weigel

Max Viessmanns Rolle beim FC Bayern

Max Viessmann, der CEO der Viessmann Generations Group, sitzt seit 2025 im Verwaltungsbeirat des FC Bayern. In dieser Rolle unterstützt er den Klub bereits intensiv und bringt zugleich sein großes internationales Netzwerk ein. Ob Viessmann in Zukunft vielleicht einmal die fünf Prozent kaufen wird, ist völlig offen. Die Gerüchte um Viessmann und Bayern kursieren schon seit mehr als einem Jahr.

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Laut Vereinssatzung darf der FC Bayern insgesamt 30 Prozent seiner Anteile an externe Investoren verkaufen, der Verein muss 70 Prozent an der AG halten. Mit Audi, Adidas und der Allianz gibt es drei langjährige Anteilseigner, die jeweils 8,33 Prozent an der AG halten. Fünf Prozent könnte der FC Bayern also noch verkaufen.

Strategische Partner statt Finanzinvestoren

"Es kommen regelmäßig große Equity-Häuser auf uns zu, was wir bisher immer verneint haben", sagte Bayern-Vorstandschef Jan-Christian Dreesen im März im OMR-Podcast. Die schwedische Investmentfirma EQT soll etwa an einem Bayern-Einstieg interessiert gewesen sein.

Verwaltungsbeirat beim FC Bayern: Firmenchef Max Viessmann.
Verwaltungsbeirat beim FC Bayern: Firmenchef Max Viessmann. © IMAGO/Rene Traut

"Wenn wir unsere letzten fünf Prozent Anteile veräußern sollten, geht es nicht nur darum, das meiste Geld zu kriegen", ergänzte Dreesen: "Unsere Minderheitsaktionäre Adidas, Audi und Allianz sind strategische Partner. Denen geht es nicht um eine hohe Dividende oder Wertsteigerung für einen späteren Verkauf. Sie haben ihr Commitment zum FC Bayern untermauert. Ein neuer Käufer müsste strategisch zu uns passen, unsere DNA teilen und die gleichen Ideale und Wertvorstellungen haben."

Präsident Herbert Hainer sagte im November 2025 auf dem Roten Sofa der AZ: "Wir wollen als FC Bayern unabhängig bleiben, wir wollen ein Mitgliederverein bleiben, weil das die Seele dieses Klubs ist."

Viessmann als langjähriger Bayern-Partner

Das hessische Heiztechnik-Unternehmen Viessmann ist bereits seit 2018 Bayern-Sponsor, im Februar wurde die Partnerschaft bis 2029 ausgedehnt. 2023 verkaufte Viessmann seine Klimatechniksparte "Viessmann Climate Solutions" mit Heizungen und Wärmepumpen für rund zwölf Milliarden Euro an die US-Firma Carrier.

Der 37-jährige Firmenchef Max Viessmann konzentriert sich heute mit der Viessmann Generations Group hauptsächlich auf das Industriegeschäft mit mehr als zwei Milliarden Euro Umsatz – und auf den FC Bayern. Doch ob er tatsächlich in Zukunft Anteile an seinem Lieblingsklub kauft, wird sich zeigen.

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