Entscheidung nach AZ-Info gefallen: Neuer verpasst den Klassiker

Manuel Neuer fällt gegen Borussia Dortmund aus. Lothar Matthäus begrüßt diese Entscheidung.
von  Kilian Kreitmair
Verletzte sich beim 3:0-Auswärtssieg Mitte Februar in Bremen: Manuel Neuer.
Verletzte sich beim 3:0-Auswärtssieg Mitte Februar in Bremen: Manuel Neuer. © IMAGO

Für den einen hätte es der letzte Klassiker werden können, für den anderen wird es nun die Premiere. Manuel Neuer und Jonas Urbig. Bayerns Keeper-Routinier und sein Kronprinz. Nach einem Faserriss in der linken Wade ist Neuer noch nicht komplett fit, musste schon in den letzten Tagen kürzertreten. Die Frage, die sich deshalb an der Säbener Straße stellte: Geht man das Risiko ein, Neuer gegen Borussia Dortmund (Samstag, 18.30 Uhr) auflaufen zu lassen?

Neuer könnte zum 45. Mal gegen den BVB spielen

"Bei Manu sieht es eigentlich gut aus", sagte Trainer Vincent Kompany auf der Pressekonferenz noch am Freitagmorgen, schob aber wenige Sekunden hinterher: "Trotzdem möchte ich es noch einmal mit Manu besprechen." Neuer muss in seinen Körper horchen, selbst bestimmen, ob er zum 45 (!) Mal in seiner Karriere gegen den BVB auflaufen will. Die Entscheidung ist mittlerweile gefallen: Der Keeper bleibt laut AZ-Information zu Hause. Urbig wird gegen den BVB starten.

Diese Entscheidung begrüßt Sky-Experte Lothar Matthäus. "Gefühlt hat er 1000 Spiele in seiner Karriere gemacht, da braucht er nicht noch einen Klassiker gegen Dortmund", betonte der ehemalige Weltfußballer, der ebenfalls bis ins hohe Fußballeralter aktiv war. Er kann sich nicht vorstellen, dass dieses Spiel für Neuer so eine hohe Bedeutung hat.

Lothar Matthäus würde an der Stelle des FC Bayern kein Risiko bei Manuel Neuer eingehen.
Lothar Matthäus würde an der Stelle des FC Bayern kein Risiko bei Manuel Neuer eingehen. © IMAGO

Matthäus würde grünes Licht von der medizinischen Abteilung abwarten

Auch wenn der fast 40-Jährige als Schalker Junge natürlich besondere Emotionen mit diesem Duell verknüpft. "Wenn es irgendwie aus gesundheitlichen Gründen nicht geht und er nur ein gelbes Licht von der medizinischen Abteilung bekommt, dann würde ich das grüne Licht abwarten", so Matthäus. Immerhin würde Neuer einen weiteren Ausfall riskieren.

Und im schlimmsten Falle im Achtelfinale Mitte März gegen Atalanta Bergamo ausfallen, es wäre sein erstes Aufeinandertreffen mit den Italienern überhaupt. "Bayern München und Neuer sind so intelligent, dass sie wissen, was in den nächsten Wochen auf sie zukommt", sagte Matthäus auf AZ-Nachfrage und bekräftigte: "Es ist nicht das Spiel des Lebens, es ist der Klassiker. Auch wenn die Bayern verlieren sollten, wird Dortmund nicht mehr an ihnen vorbeiziehen." Klare Worte vom 64-Jährigen.

Matthäus sieht Urbig auf einem guten Weg

Außerdem: Dass die Münchner auch ohne einen Einsatz des Kapitäns gegen Dortmund, die nach dem schmerzlichen Ausscheiden in der Champions League am Mittwoch (1:4 in Bergamo) wohl noch unter Schockstarre stehen, gut aufgestellt sind, dem ist sich Matthäus sicher: "Sie haben mit Urbig einen Torhüter, der in großen Spielen schon gezeigt hat, dass er da ist. Er kann zwar Neuer nicht ersetzen, aber ist auf einem guten Weg."

Und kann im Klassiker das erste Mal zeigen, dass er sich auch von der gelben Wand im Signal-Iduna-Park nicht blenden lässt.

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