"Man nimmt alles mit nach Hause": Niko Kovac redet Klartext über Kompanys Zusammenbruch

Nach dem Kollaps von Bayerns Trainer Vincent Kompany geht es in der Pressekonferenz bei Rivale Dortmund um die Anforderungen des Trainerjobs. Niko Kovac gewährt einen offenen Einblick.
von  AZ/dpa
Kovac spricht über die Belastungen als Trainer. (Archivbild)
Kovac spricht über die Belastungen als Trainer. (Archivbild) © Sven Hoppe/dpa

Borussia Dortmunds Trainer Niko Kovac hat nach dem Kollaps seines Kollegen Vincent Kompany über die hohe Belastung des Trainerjobs gesprochen. "Man nimmt eigentlich alles mit nach Hause. Es kann sich keiner von uns freimachen zu sagen: Wir schließen unsere Bürotür, gehen ins Auto und alles ist hiergelassen. Man macht sich ja Gedanken und überlegt, wie kann man es besser machen. Du kannst dich davon nicht freimachen", sagte Kovac.

Zusammenbruch am Freitag

Der 55-Jährige trainierte von Sommer 2018 bis November 2019 selbst den FC Bayern und ist seit Januar 2024 Chefcoach bei Borussia Dortmund. 

Kompany war am Freitag zusammengebrochen, als er nach dem Abschlusstraining der Profis für das Freiburg-Spiel beim Training der Bayern-Amateure zuschaute. Der Notarzt musste alarmiert werden. Ob der Zusammenbruch eine unmittelbare Folge eines Infekts war, ist offen. Vorerst wird Aaron Danks den 40 Jahre alten Belgier an der Seitenlinie ersetzen.

Kovac: Intensiver Beruf wird "von außen befeuert"

Kovac hatte sich bereits am Wochenende zu dem Thema geäußert. "Wichtig ist in dieser Phase, ihm Ruhe zu geben. Er braucht die Zeit. Wir wissen alle, wie anstrengend so ein Trainerjob ist." Vor dem Pokalspiel gegen Werder Bremen an diesem Dienstag (20.45 Uhr/ZDF und Sky) sprach Dortmunds Trainer offen über die Härte des Geschäfts.

"Im Abstiegskampf ist großer Stress. Wenn man oben ist, sollte man möglichst alles gewinnen, was schier unmöglich ist. Es ist ein sehr, sehr intensiver Beruf, der sicherlich von außen auch noch befeuert wird", sagte Kovac. Bayerns Sport-Vorstand Max Eberl hatte nach dem 3:1 gegen den SC Freiburg am Sonntag klargestellt, man lasse Kompany zunächst "einfach in Ruhe".

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