Kompanys Enttäuschung und van der Vaart im Jacuzzi

Nationalspieler kehren zurück. Der eine hat Erfolge vorzuweisen, der andere nicht. Das kennt auch Vincent Kompany nur zu gut. Bei der Anekdote lacht auch der Sportdirektor mit.
von  dpa
Setzt auf einen guten Start nach den Länderspielen: Bayern-Trainer Kompany. (Archivbild)
Setzt auf einen guten Start nach den Länderspielen: Bayern-Trainer Kompany. (Archivbild) © Harry Langer/dpa

Als es um das Gefühl der Nationalspieler nach Länderspielpausen ging, konnte sich Vincent Kompany einen kleinen Scherz in Richtung des Sportdirektors nicht verkneifen. Denn letztlich, so der Bayern-Trainer, sei es egal für den Verein, mit welchem Ergebnis ein Fußball-Profi von der Nationalmannschaft zurückkehre. "Ich habe das gelernt, weil ich habe natürlich in die Nationalmannschaft von Belgien nicht immer Erfolg gehabt", sagte Kompany und blickt zu Christoph Freund. 

"Fast wie Österreich"

Man sei in der Weltrangliste jenseits der Top 50 gewesen, "fast wie Österreich", sagte Kompany lachend. Auch Freund lachte mit. "Jetzt ist Österreich top, aber dieses Gefühl können wir teilen." Freund ist Österreicher.

Als Beispiel führte Kompany seine Zeit beim Hamburger SV an. "Ich war einer von den Topspielern meiner Mannschaft, bin ich immer zur Nationalmannschaft gegangen. Damals haben wir in Kasachstan, Armenien oder Aserbaidschan auswärts 0:2, 0:3 verloren", erinnerte sich der 40-Jährige an Ergebnisse und das Wiedersehen mit seinen HSV-Kollegen Rafael van der Vaart und Nigel de Jong.

Kompany: Und dann sitzt van der Vaart im Jacuzzi 

"Und dann kommst du zurück mit so einem schlechten Gefühl und dann hast du die Niederländer da, van der Vaart, Nigel de Jong, und haben die da im Jacuzzi gesessen", sagte Kompany über die erfolgreichen Niederländer. Auch die deutschen Nationalspieler seien erfolgreich gewesen. "Dann hast du immer so ein negatives Gefühl."

Vor dem Bundesliga-Spiel der Münchner am Samstag (15.30 Uhr/Sky) beim FC Augsburg erklärte Kompany aber, wie er das umgedeutet habe. "Eigentlich gibt es keinen Unterschied, weil wir in derselben Mannschaft spielen", sagte der Bayern-Trainer. "Dann habe ich gelernt, dass man nur zurückkommen muss mit einem guten Gefühl." Entweder denke man an die Erfolge der Nationalmannschaft zurück oder auf die in der Vereinsmannschaft. Beim FC Bayern ist das leicht: Vor der Länderspielperiode gab es ein 7:0 gegen den 1. FC Union Berlin.

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