Kompany im PSG-Hinspiel gesperrt: Zeit für die Bayern-Stars, ihrem Trainer etwas zurückzuzahlen
In der Champions League gewannen die Bayern die letzten beiden Begegnungen gegen Paris Saint-Germain, die Trainer Vincent Kompany an der Seitenlinie verantwortete. Mit 1:0 im November 2024 in München, mit 2:1 im November letzten Jahres in Frankreichs Metropole. Im Hinspiel des Halbfinal-Krachers am 28. April fehlt der bayerische Prinz im Prinzenpark. Eine Sperre nach der dritten Gelben Karte im Wettbewerb. Fürs Meckern. Für seine Emotionen, wie der 40-Jährige indirekt sagte. Er war "nicht happy" mit der Bestrafung.
Doch Kompany kartet nicht nach. Kompany hadert nicht. Einer von Kompanys wichtigsten Sätzen, die er seinen Profis seit dem Amtsantritt im Juli 2024 vermittelt hat, lautet: Ein Spiel, das man verloren hat, kann man nicht mehr gewinnen – aber das nächste. Die persönliche Sperre für ihn wird die Uefa nicht rückgängig machen. Kompany weiß: Der Blick zurück bringt nichts. Der Blick nach vorne macht den Unterschied.
Kompany vertraut seinem Team: "Die Mannschaft wird das lösen"
Der Belgier kokettiert nicht – das hat er nicht nötig – wenn er betont, das alles sei "nicht wichtig". Ein Trainer, der sich nicht über die Mannschaft stellt. Der ihr Vertrauen schenkt und auch in dieser – tatsächlich – ungünstigen, weil in seiner Ära bisher nie dagewesenen Lage – den Schlüssel zur Motivation findet: "Die Mannschaft wird das lösen." Für Neuer, Kimmich & Co. bedeutet das: Payback-Time. Es ist Zeit für die Profis, ihrem Trainer etwas zurückzuzahlen. Alle für Vinnie, Vinnie für alle.
Der Glaube an die eigene Stärke, der Fokus auf das, was man beeinflussen kann – vorgelebt von Kompany –, sind die großen Trümpfe dieser Mannschaft, die sich das Champions-League-Finale am 30. Mai in Budapest zum Ziel gesetzt hat. Die engen Duelle mit Real können den Nadelöhr-Effekt zum Titel haben, die ohnehin schon stolze, bayerische Brust ist geweitet.
Und an Kompanys breiter belgischer Brust lässt es sich prima anlehnen.