Kimmich wird bei seinem Tor emotional: "Musste sofort an meinen Vater denken"

Joshua Kimmich trifft in Mainz und wird emotional. Nach dem Spiel spricht er über den Tod seines Vaters und darüber, wie sehr beide der Fußball verbunden hat: "Musste sofort an ihn denken."
Patrick Strasser |
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Grüße an den Papa im Himmel: Joshua Kimmich nach seinem Tor in Mainz.
Grüße an den Papa im Himmel: Joshua Kimmich nach seinem Tor in Mainz. © IMAGO/Vitalii Kliuiev

Der Führungstreffer in Mainz war das erste Saisontor von Joshua Kimmich für den FC Bayern. Aber noch viel wichtiger: Es war sein erstes Tor nach dem Tod seines Vaters Berthold Kimmich (†57) kurz vor dem Heimspiel gegen Arsenal (2:2) Mitte Oktober. Kaum war der 17-Meter-Schuss drin, kamen die Gedanken, die Erinnerungen an seine Kindheitstage, die Jugend. An all die Autofahrten zum Fußball, die Gespräche, die gemeinsamen Erlebnisse und Emotionen.

Kimmich wirkte in den Sekunden nach dem Treffer angefasst, streckte kurz den Zeigefinger gen Himmel. Zuvor hatte er einfach Emotionen rausgelassen und den Harry-Kane-Jubel imitiert, mit einem gewaltigen Luftsprung.

Kimmich über seinen Treffer: "Musste sofort an ihn denken"

Nach dem 2:1-Erfolg der Bayern darauf angesprochen sagte der DFB-Kapitän: "Das war natürlich deswegen. Ich musste tatsächlich dann sofort an ihn denken. Normalerweise blendet man das ja auf dem Fußballfeld aus, aber für mich ist das eher die schwierigste Phase, wenn man auf dem Platz steht oder wenn man Fußball spielt. Da muss ich am öftesten an ihn denken, weil der Fußball uns extrem verbunden hat. Deswegen war es heute sehr emotional."

Fingerzeig nach oben: Kimmich musste nach seinem Tor in Mainz sofort an seinen Vater denken.
Fingerzeig nach oben: Kimmich musste nach seinem Tor in Mainz sofort an seinen Vater denken. © IMAGO/Vitalii Kliuiev

Nach der schockierenden Nachricht hatte Kimmich vom Verein alle Zeit bekommen, um im Familienkreis trauern zu können. Drei Spiele fanden ohne den Mittelfeldspieler statt, nach dem Requiem in der Bösinger Kirche St. Wendelinus und der anschließenden Beisetzung auf dem Friedhof meldete sich Kimmich zwei Tage vor dem Klassiker gegen Borussia Dortmund zurück und stand beim 2:2 über die volle Spielzeit auf dem Feld.

Kimmich reist nun zur DFB-Elf

Nun geht es für Kimmich weiter nach Herzogenaurach, zum Treffpunkt der Nationalmannschaft vor den letzten beiden Gruppenspielen in der Nations League in Belgrad gegen Serbien (Freitag) und in Berlin gegen die Niederlande (16.11.). Ob er sich freue, dass es nun Schlag auf Schlag weitergehe, wurde Kimmich in Mainz gefragt. "Ja, schon. Ich spiele schon gerne", so Kimmich, "was so ein bisschen anstrengend ist, ist das viele Reisen. Das ist dann auf Dauer intensiv. Aber die Spiele, die sind schon etwas, worauf man sich sehr freut."

Je nachdem, wie ihn der neue Bundestrainer Jürgen Klopp im Mittelfeld einsetzt. Auch Felix Nmecha, Aleksandar Pavlovic und Tom Bischof sind nominiert.

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