Jogi Löw: "Die letzten Wochen waren unmenschlich"

Gemeinsam erschufen sie bei der WM 2006 das Sommermärchen, danach trennten sich die Wege von Jürgen Klinsmann und seinem damaligen Assistenten Jogi Löw. Nun flog Klinsmann bei Bayern raus, Löw war geschockt. Seine und andere Reaktionen:
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Neues Jahr, neue Ziele: Bundestrainer Joachim Löw
dpa Neues Jahr, neue Ziele: Bundestrainer Joachim Löw

Gemeinsam erschufen sie bei der WM 2006 das Sommermärchen, danach trennten sich die Wege von Jürgen Klinsmann und seinem damaligen Assistenten Jogi Löw. Nun flog Klinsmann bei Bayern raus, Löw war geschockt. Seine und andere Reaktionen:

Joachim Löw (Bundestrainer): „Die letzten Wochen waren unmenschlich, alle Kritik galt einer Person. Das war massiv. Aber Jürgen hat Stärke bewiesen, war immer loyal zum Verein und zur Mannschaft. Das zeugt von einem starken Charakter. Er hatte trotz Kritik Spaß an der Arbeit, ist gradlinig geblieben.“

Sepp Maier (Ex-Torwartrainer der Bayern): „Nach den letzten Ergebnissen war das ein ganz normaler Vorgang. Ein guter Trainer braucht auch eine gute Mannschaft. Ich glaube, bei Bayern findet Jupp Heynckes das Material, dass die aus dem Sumpf herauskommen und wieder Deutscher Meister werden. Die anderen sind zu dumm dazu.“

Dietmar Hopp (Mäzen von 1899 Hoffenheim): „Das ist bedauerlich. Man hätte Klinsmann mehr Zeit geben müssen. Man muss bedenken, dass er die Mannschaft nicht zusammengestellt, sondern nur übernommen hat. Ich halte ihn nach wie vor für einen guten Trainer, der begeistern kann.“

Uwe Seeler (DFB-Ehrenspielführer): „Klinsmann hat nicht erfüllt, was man sich erhofft hat. Ich halte nicht viel davon, wenn man zu viele Sachen auf einmal will. Ich glaube auch nicht, dass die Amerikaner uns das Fußballspielen oder die Fitness beibringen können.“

Helmut Markwort (Bayern-Aufsichtsratmitglied): „Das Experiment Klinsmann war schon im Wesentlichen gescheitert. Er hat einfach zu viel gewollt. Am liebsten hätte er auch noch eine Sprachschule aufgemacht. Der Fall Donovan hat einen Knacks gegeben. Da haben die Spieler das Zutrauen in ihren Coach verloren. Jürgen Klinsmann ist zu sehr Theoretiker gewesen, hat zu wenig Fußball gelehrt und zu viel Krafttraining gemacht. Und dann dieser Satz, der uns am Anfang alle ja so fasziniert hat: Er will jeden Spieler jeden Tag besser machen. Der Lukas Podolski ist keinen Funken besser geworden. Auch Luca Toni und Martin Demichelis sind schlechter geworden.“

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