Javi Martinez, Thiago und James dirigieren das FC-Bayern-Mittelfeld

Javi Martínez, James und Thiago dirigieren den FC Bayern. "Auch eine Überlegung der Sprache", sagt Niko Kovac.
| Maximilian Koch
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AZ/Augenklick/GES/Rauchensteiner

München - Als Pep Guardiola noch in München wirkte, von 2013 bis 2016 war das, gehörte die Verpflichtung mindestens eines spanischsprachigen Spielers ja in jeder Sommer-Transferperiode zum guten Ton. 2013 kam Liebling Thiago zum FC Bayern, 2014 folgten Juan Bernat, Xabi Alonso und Torhüter Pepe Reina, ein Jahr später schließlich der portugiesisch sprechende Douglas Costa (Brasilien) und Arturo Vidal (Chile). Manch einem kam das (zu) spanisch vor, was sollte nur werden aus diesem Klub, made in Bavaria?

Im Herbst 2018 existiert der FC Bayern tatsächlich noch immer – und das weiter mit starker iberischer und südamerikanischer Prägung. Thiago ist als einziger Pep-Transfer geblieben, dazu kommen Rafinha, Javi Martínez, Renato Sanches und James Rodríguez. Mia redn spanisch – aktuell gilt das vor allem fürs zentrale Mittelfeld. Dort hat Trainer Niko Kovac in den vergangenen beiden Partien dem Trio James, Thiago und Javi Martínez vertraut. Mit Erfolg.

FC Bayern: James blüht wieder auf

In Wolfsburg und Athen gab es zwei Siege. "Natürlich war es auch eine Überlegung der Sprache", erklärte Kovac am Freitag, "neben den fußballerischen Qualitäten." Aber klar: Die bessere Verständigung spielte bei der Personalwahl eine entscheidende Rolle. Speziell James habe sich mit seinen beiden Partnern "sehr gut austauschen können", sagte Kovac: "James spricht kein perfektes Deutsch." Der Plan ging auf.

So lange laufen die Verträge der Bayern-Spieler

Nach anfänglichen Problemen in dieser Saison scheint der Kolumbianer seine Motivation wiedergefunden zu haben. "Er hat zwei sehr gute Spiele gemacht, obwohl er in Athen ein bisschen kränkelte", sagte Kovac. "Deshalb haben wir ihn rausgenommen. Dass er Qualitäten hat, haben schon andere Trainer vor mir gesehen." James wirkt wieder glücklicher, Kovac setzt ihn wie Vorgänger Jupp Heynckes nun konstant in der Zentrale ein. Das gibt ihm Sicherheit.

Kovac lobte auch James’ Partner Thiago sowie Abräumer Martínez, der in Athen das 1:0 erzielt hatte. "Das hat er mit seiner Wucht gemacht", so der Coach: "Javi hat mir den Eindruck vermittelt, dass er brennt. Wenn er so weitermacht, wird er viele, viele Spiele bestreiten." Gleiches gilt für Thiago, der laut Kovac über "Riesenqualitäten" verfügt: "Ein toller Fußballer. Ein Spieler, der mit dem Rücken zum Tor sehr stark ist." Und: "Ein Junge, der sehr, sehr fleißig ist, sehr gut deutsch spricht."

Deutsch? Im Bayern-Mittelfeld spricht man aktuell spanisch.

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