Ist Gilardino der bessere Toni?

Florenz-Star Alberto Gilardino ist auf dem besten Wege, Bayerns italienischem Stürmer den Rang abzulaufen. Mutu: „Mit ihm macht’s mehr Spaß“.
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MÜNCHEN - Florenz-Star Alberto Gilardino ist auf dem besten Wege, Bayerns italienischem Stürmer den Rang abzulaufen. Mutu: „Mit ihm macht’s mehr Spaß“.

Beim Marktwert hat er die Nase ja noch vorn. Auf 28,5 Millionen Euro wird Luca Toni bei „transfermarkt.de“ taxiert, Alberto Gilardino dagegen „nur“ auf 13 Mio. Was sich sehr bald ändern kann. Denn sportlich hinkt der Bayern-Torjäger seinem Florenzer Rivalen in der laufenden Saison schon gewaltig hinterher. Tonis drei Bundesliga-Treffer kann Gilardino sechs Serie-A-Tore – nach sieben Spielen von beiden – entgegensetzen. „Jetzt kann Gilardino mit besten Chancen Toni herausfordern“, titelt „Gazetta dello Sport“.

Und zwar schon heute im direkten Duell bei der Champions-League-Partie der Bayern gegen den AC Florenz (20.45 Uhr, Premiere live), Tonis Ex-Klub. Dazu kommt „Gila“ voller Selbstbewusstsein nach München, einen Doppelpack beim 3:0 der Fiorentina am Samstag gegen Reggina Calcio im Gepäck, während sich Toni beim 1:0 der Bayern in Karlsruhe einmal mehr vergeblich abmühte, sich auch noch eine schmerzhafte Rippenprellung zuzog. „Gilardino ist in Top-Form. Er kann auch in der Champions League den Unterschied ausmachen“, sagt Florenz-Trainer Cesare Prandelli.

In der italienischen Nationalmannschaft hat der 26-jährige Gilardino den Wahl-Münchner Toni (31) den Rang schon abgelaufen. In der WM-Qualifikation gegen Bulgarien zog Trainer Marcello Lippi Gilardino vor, wechselte Toni erst als Joker ein. Für Ex-„Platzhirsch“ Luca heute die Gelegenheit, die Rangordnung wieder etwas geradezurücken? Der Bayern-Stürmer wiegelt ab. „Es gibt kein Duell Toni gegen Gilardino“, sagte Luca dem „Kicker“. „Ich habe kein Problem mit ihm, wir pflegen auch außerhalb des Platzes ein gutes Verhältnis.“

Im Gegensatz zu Adrian Mutu, Tonis Ex-Kollegen im Florenz-Team. „Mit Gilardino macht es mehr Spaß, der ist nicht so eigensinnig wie Toni“, stichelte der Rumäne.

Gilardino, der zu Saisonbeginn vom AC Mailand zur Fiorentina gewechselt ist, geht dagegen auf Schmusekurs zum Rivalen. „Ich wünsche Toni natürlich immer viele Tore“, sagt der Weltmeister von 2006 (fünf Einsätze, ein Tor damals). Er sagte aber auch: „Wir fliegen nach München, um dort für eine positive Überraschung zu sorgen. Wir wollen gewinnen – und ich werde einen Treffer mehr erzielen als Toni.“

„Gila“, der bessere Toni?

Auch Luca, der „rund um die Uhr behandelt wird“ (Trainer Klinsmann), will sein Tor. Was Fiorentina-Geschäftsführer Sandro Mencucci mit Mafiosi-Drohungen zu verhindern sucht: „Wenn er gegen uns trifft und mit seinem Ohrschrauber jubelt, dann schneide ich ihm ein Ohr ab.“ Nur ein Scherz.

Wer wohl am Dienstag lacht?

Franz Meier

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