Ist die U21-Liga das Ende der Amateure? Diese Pläne hat der FC Bayern mit seinem Nachwuchs

Der FC Bayern wird vermutlich erst in der zweiten Saisonhälfte in die neue U21-Liga einsteigen. Wie geht es mit der zweiten Mannschaft des Klubs weiter?
von  Kilian Kreitmair
Werden zum Start noch nicht an der U21-Liga teilnehmen: Die Jungspunde des FC Bayern.
Werden zum Start noch nicht an der U21-Liga teilnehmen: Die Jungspunde des FC Bayern. © IMAGO

Alle waren sich auf der Mitgliederversammlung der DFL am Dienstag einig: Deutschland braucht eine Revolution im Jugendbereich, eine neue U21-Liga. Schon zur Saison 2026/27 startet sie. Alle Klubs der Bundesliga und 2. Bundesliga dürfen freiwillig Jugendmannschaften stellen, natürlich auch der FC Bayern. "Es wurde in den letzten Monaten viel diskutiert, wie wir den jungen Spielern Einsatzminuten geben können", sagte Sportdirektor Christoph Freund auf der Spieltagspressekonferenz am Donnerstag. 

U21-Liga wird in zwei Halbserien gespielt

Der neue Wettbewerb sei "ein interessanter Ansatz". Einer, den der Verein maßgeblich mitgestaltet hat. Campus-Chef Jochen Sauer ist Teil der Expertenkommission, die die Idee der neuen Liga aufgebracht und vorangetrieben hat. Teilnehmen werden die Münchner aber voraussichtlich zunächst nicht. "Im Herbst wird es wegen der Youth League noch schwer, weitere Spiele einzubauen", so Freund. 

Immerhin führt der FC Bayern keine zusätzliche U21-Mannschaft ein. Es wird eine Zusammenstellung aus Spielern aus dem Übergangsbereich (Altersklassen U17 bis U21) und maximal vier älteren Akteuren, die höchstwahrscheinlich ab Winter bei dem neuen Format mitspielen. Die Voraussetzung: Die Belastung in der Youth League ist geringer. Möglich ist der späte Einstieg, da die Liga in zwei getrennten Halbserien gespielt wird. 

Federführend bei der Einführung der U21-Liga: Campus-Boss Jochen Sauer.
Federführend bei der Einführung der U21-Liga: Campus-Boss Jochen Sauer. © IMAGO

U21-Liga hat laut AZ-Information keine Auswirkungen auf die Bayern-Amateure

Die beiden besten Mannschaften der jeweiligen Runde tragen am Saisonende ein Final Four aus. Heißt: Die Jungspunde des Rekordmeisters könnten den Titel auch einfahren, wenn sie nicht direkt ab Herbst teilnehmen. Generell soll es in dem Turnier nicht vordergründig um Trophäen gehen. Vielmehr steht laut Freund die Spielpraxis im Vordergrund: "Es ist bewiesen, dass Spielpraxis das Wichtigste in der Entwicklung ist und durch nichts zu ersetzen ist." 

Und das mindestens bis zum Finalturnier im Sommer 2027 unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Selbst Partien auf neutralem Boden sind möglich. Darauf hat man sich verständigt, um den organisatorischen Aufwand so gering wie möglich zu halten. Übrigens: Auswirkungen auf die Bayern-Amateure, die für zahlreiche Fans eine hohe Bedeutung haben, wird es laut AZ-Informationen nicht geben. 

Werden weiterhin an der Regionalliga teilnehmen: Die Bayern-Amateure um Louis Richter.
Werden weiterhin an der Regionalliga teilnehmen: Die Bayern-Amateure um Louis Richter. © IMAGO

Bayern-Amateure nehmen weiterhin an der Regionalliga teil

Der FC Bayern II wird weiterhin normal an der Regionalliga teilnehmen. Die Anhänger können also weiterhin Fußball im Grünwalder Stadion (von den Fans auch Herrmann-Gerland-Kampfbahn genannt) genießen. 

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