Interview mit Nicolas Feldhahn zum Derby: Wollen Löwen-Party unbedingt verhindern

Bayerns Abwehrspieler Feldhahn spricht über das Derby und den Abschied von Walter.
| Maximilian Koch
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Einst blau, jetzt rot: Nicolas Feldhahn
foto2press/imago Einst blau, jetzt rot: Nicolas Feldhahn

Abwehrspieler Nicolas Feldhahn vom FC Bayern spricht über das Derby gegen den TSV 1860 und den Abschied von Trainer Tim Walter.

München - Der 31-Jährige Nicolas Feldhahn spielt seit 2015 beim FC Bayern II. In der Jugend lief er vier Jahre für die Löwen auf.

AZ: Herr Feldhahn, wie heiß ist man als gebürtiger Münchner auf das Derby am Sonntag?
NICOLAS FELDHAHN: Ich habe richtig Lust. Die Tabellenkonstellation ist so, dass es mit Platz eins für uns echt schwierig wird (schmunzelt) . Deswegen haben wir noch ein Ziel: den Derby-Sieg einzufahren. Wir haben es in der Hinrunde schon erlebt, wie wir nach dem Sieg gefeiert haben und gefeiert wurden. Das wollen wir am Sonntag wiederholen.

Netter Nebeneffekt: Man würde Sechzig die vorzeitige Meisterparty vermiesen.
Für uns gibt es verschiedene Anreize. Wir wollen vor unseren Fans einen Sieg holen, das ist das Wichtigste. Aber klar: Es würde uns nicht gefallen, wenn die Sechzger ihre Meisterschaft am Sonntag feiern. Wir wollen die Party unbedingt verhindern. Für uns ist es das Spiel des Jahres. Die Fans waren unter der Woche auch nochmal bei uns und haben uns auf das Spiel eingeschworen.

Bei aller Rivalität: Wie groß ist der Respekt vor der Saison der Löwen nach den Unruhen im Sommer 2017?
Wir hatten am Anfang der Saison einen Hänger, das haben die Sechzger ausgenutzt. Auch nach dem Winter haben sie nicht nachgelassen und fast alles gewonnen. Das muss man respektieren.

Feldhahn: Von Kindesbeinen an ein Roter, aber zwischenzeitlich im blauen Trikot

Wie ist denn eigentlich das Verhältnis untereinander bei den Spielern beider Klubs?
Man kennt sich, hat teilweise in der Jugend zusammengespielt. Man trifft sich auch, unterhält sich, schätzt sich. Aber umso größer ist der Wille, im Derby den anderen zu besiegen.

Sie haben ja früher in der Sechzig-Jugend gespielt. Seit wann sind Sie ein echter Roter?
Seit ich vier oder fünf Jahre alt bin, halte ich zu Bayern. Es war zu dem Zeitpunkt trotzdem der richtige Schritt für mich, weil Sechzig damals in der Jugend auf Augenhöhe mit Bayern war.

Ist der Aufstieg in der kommenden Saison das große Ziel für Bayern II, wenn es in dieser Spielzeit nicht klappt?
Natürlich wären die Entwicklungsmöglichkeiten für die Jungs in der 3. Liga besser, deshalb muss es das klare Ziel sein. Schauen wir mal, wie der Kader aussieht, wer der neue Trainer wird.

Ihr Coach Tim Walter hört zum Saisonende auf. Spielt man jetzt auch ein bisschen für den Trainer?
Mit Tim Walter hat es sehr gut gepasst, da gibt es gar nichts zu kritisieren. Die meisten Spieler in einer Zweiten Mannschaft verfolgen aber auch eigene Interessen, sie wollen sich mit guten Leistungen empfehlen für einen neuen Vertrag oder einen neuen Klub.

Wie sieht es bei Ihnen persönlich aus: Wollen Sie bei Bayern bleiben?
Definitiv, ich würde gern verlängern.

Sie spielen ja nicht nur Fußball, sondern studieren auch Jura. Wie schaffen Sie die Doppelbelastung?
Es klappt ganz gut. Die Ablenkung ist wichtig für den Kopf. Aber jetzt kommt das Staatsexamen auf mich zu. Es wird wahrscheinlich sehr schwer, das während meiner aktiven Fußballkarriere zu schreiben. Erst mal denke ich jetzt aber nur an Sonntag - und den Sieg im Derby.

Der Newsblog zum Lokalderby FCB II gegen TSV 1860

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