Immenser Imageschaden: Warum Upamecano der große Verlierer im Vertragspoker ist

Dayotchanculle "Dayot" Oswald Upamecano ist nachgewiesenermaßen ein hervorragender Innenverteidiger, ein stiller, aber leidenschaftlicher Anführer der aktuellen Bayern-Abwehr – und leider auch ein bisserl gierig. Das ist zumindest der Eindruck, den der monatelange Poker um seine Verlängerung am Ende bei den Fans des Rekordmeisters hinterlassen hat.
Erst nachdem Sportvorstand Max Eberl und Co. zur Ultima Ratio gegriffen und ihr Angebot zurückgezogen haben, ist der Franzose plötzlich doch bereit, den Deal zu den angebotenen – und auch im internationalen Vergleich durchaus angemessenen – Konditionen über die Bühne zu bringen.
FC Bayern hat Stärke bewiesen und nach außen Ansehen gewonnen
Zur Erinnerung: 20 Millionen Euro brutto pro Jahr, eine signing fee über 20 Millionen, eine Ausstiegsklausel über 65 Millionen ab 2027 (!) und eine Vertragslaufzeit bis 2030 soll das Upa-Paket angeblich beinhalten.
Für den FC Bayern ist der Fall damit – auf den ersten Blick – gut ausgegangen. Der Klub hat intern Stärke bewiesen und nach außen an Ansehen gewonnen. Trotzdem werden sich die Bosse fragen lassen müssen, warum es mittlerweile so oft die ganz harten Bandagen braucht, um mit den eigenen Leistungsträgern zu verlängern.
Auch Davies und Kimmich verlängerten erst, als die Verhandlungen zu kippen drohten
Zur Wahrheit gehört nämlich auch: Wie jetzt Upa waren vor etwas mehr als einem Jahr auch Alphonso Davies und Joshua Kimmich erst bereit, zu unterschreiben, als die Verhandlungen zu kippen drohten.
Der größte Verlierer – so weit man das bei diesem Gehalt und Handgeld überhaupt sagen kann – ist aktuell aber Upamecano, der mit Blick auf das unrühmliche Gefeilsche viel zu spät die Notbremse gezogen und sich selbst eingeschaltet hat. Von Beratern, die offenbar mehr ihr eigenes Wohl (Prämien) als das ihres Klienten im Blick haben, sollte sich der Franzose schnellstens trennen – und ihnen den entstandenen Imageschaden am besten noch in Rechnung stellen.