Kommentar

Immenser Imageschaden: Warum Upamecano der große Verlierer im Vertragspoker ist

Dayot Upamecano wird seinen Vertrag beim FC Bayern nun doch verlängern. AZ-Sportchef Krischan Kaufmann über die Verlierer im Upamecano-Poker.
Krischan Kaufmann
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Dayot Upamecano wird seinen Vertrag beim FC Bayern verlängern.
Dayot Upamecano wird seinen Vertrag beim FC Bayern verlängern. © IMAGO/Frank Hoermann / SVEN SIMON

Dayotchanculle "Dayot" Oswald Upamecano ist nachgewiesenermaßen ein hervorragender Innenverteidiger, ein stiller, aber leidenschaftlicher Anführer der aktuellen Bayern-Abwehr – und leider auch ein bisserl gierig. Das ist zumindest der Eindruck, den der monatelange Poker um seine Verlängerung am Ende bei den Fans des Rekordmeisters hinterlassen hat.

Erst nachdem Sportvorstand Max Eberl und Co. zur Ultima Ratio gegriffen und ihr Angebot zurückgezogen haben, ist der Franzose plötzlich doch bereit, den Deal zu den angebotenen – und auch im internationalen Vergleich durchaus angemessenen – Konditionen über die Bühne zu bringen.

FC Bayern hat Stärke bewiesen und nach außen Ansehen gewonnen

Zur Erinnerung: 20 Millionen Euro brutto pro Jahr, eine signing fee über 20 Millionen, eine Ausstiegsklausel über 65 Millionen ab 2027 (!) und eine Vertragslaufzeit bis 2030 soll das Upa-Paket angeblich beinhalten.

Für den FC Bayern ist der Fall damit – auf den ersten Blick – gut ausgegangen. Der Klub hat intern Stärke bewiesen und nach außen an Ansehen gewonnen. Trotzdem werden sich die Bosse fragen lassen müssen, warum es mittlerweile so oft die ganz harten Bandagen braucht, um mit den eigenen Leistungsträgern zu verlängern.

Auch Davies und Kimmich verlängerten erst, als die Verhandlungen zu kippen drohten

Zur Wahrheit gehört nämlich auch: Wie jetzt Upa waren vor etwas mehr als einem Jahr auch Alphonso Davies und Joshua Kimmich erst bereit, zu unterschreiben, als die Verhandlungen zu kippen drohten.

Der größte Verlierer – so weit man das bei diesem Gehalt und Handgeld überhaupt sagen kann – ist aktuell aber Upamecano, der mit Blick auf das unrühmliche Gefeilsche viel zu spät die Notbremse gezogen und sich selbst eingeschaltet hat. Von Beratern, die offenbar mehr ihr eigenes Wohl (Prämien) als das ihres Klienten im Blick haben, sollte sich der Franzose schnellstens trennen – und ihnen den entstandenen Imageschaden am besten noch in Rechnung stellen.

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6 Kommentare
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  • Südstern7 am 04.02.2026 21:13 Uhr / Bewertung:

    Der große Verlierer ist, wenn es überhaupt einen gibt, der idealistische Fußball. Obwohl ... das ist doch nichts neues. Profisportler verdingen sich immer dort, wo sie am meisten verdienen können. Tun wir normale Arbeitnehmer das denn nicht auch? Upa darf sich sehr wohl die Angebote der anderen anhören. Ob er das selber tut oder "Berater" beauftragt bleibt auch ihm überlassen. Wollen wir mit dem Finger auf ihn zeigen, weil er in seinem Beruf clever seinen Marktwert abklopft?

    Und auch die Bayern sind keine Verlierer. Hohn und Spott hätte man wieder kübelweise über Eberl ausgeschüttet, wenn Upamecano nicht verlängert hätte. Seit Brazzo sitzen ja angeblich nur Nichtskönner an den Verhandlungstischen, wenn man einige Kritiker zuhört.

    Dennoch:
    Dieses System bricht bald zusammen wie ein Kartenhaus! Das liegt aber nicht an den Spielern und auch nicht an den Vereinen. Es liegt daran, dass die Dachverbände erlauben, dass zu viele Trittbrettfahrer sich goldene Nasen verdienen wollen.

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  • Michl 01 am 04.02.2026 18:34 Uhr / Bewertung:

    Himbeertoni ihr wart auf an Kommentar von Dir😀

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  • Michl 01 am 04.02.2026 18:26 Uhr / Bewertung:

    Nur einen noch, ich bin seit 50 Jahren Bayernfan, Fußballfan allgemein, aber mir vergeht der Spaß immer mehr.Werd in Zukunft meine Fußballzeit mehr in Unterhaching verbringen.

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