"Ich nehme am Tag 20 bis 25 Kapseln": Müller offenbart nach Trennungsnachricht neuen Lebensstil

Nach der Nachricht von seinem Ehe-Aus stürzt sich Thomas Müller in die Arbeit: An diesem Montag zeigte sich der Fußballstar bei einem Markenlaunch-Event in München. Schon bald wird er als WM-Experte im Einsatz sein.
von  Kilian Kreitmair
Thomas Müller auf dem Launch der Marke "Superum".
Thomas Müller auf dem Launch der Marke "Superum". © IMAGO

Thomas Müller hat in den vergangenen Monaten einen optischen Imagewandel durchgemacht. Aus dem schlaksigen Stürmer aus Weilheim wurde ein modebewusster Weltmann. Ein perfekt rasierter Bart und stylishe Outfits sind die Markenzeichen des neuen Müllers. Mit 36 Jahren wirkt er fast sogar jünger als zu seiner Zeit beim FC Bayern. Davon konnten sich die geladenen Gäste beim Launch der Marke "Superum" ein Bild von machen.

Müller achtet auf seinen Lebensstil

Müller, der Markenbotschafter des Anbieters für Nahrungsergänzungsmittel ist, kam im schwarzen Sweatshirt und Anzughose. Und sprach zunächst nicht über seine Kerndisziplin Fußball. Es ging um seinen neuen Lebensstil. "Ich bin sehr dahinter, mein Leben so zu gestalten, dass ich meinem Körper das gebe, was er verlangt", so Müller. Um gegen die Alterserscheinungen vorzugehen und nach wie vor fit zu sein, hat er einige Dinge angepasst.

Ich lasse Dinge weg, die den Schlaf verhindern.

Thomas Müller

"Ich achte mehr auf meinen Schlaf", erzählte Müller: "Ich lasse Dinge weg, die den Schlaf verhindern." Unter anderem das Gläschen Alkohol zum Abendessen entfällt beim Torjäger der Vancouver Whitecaps. "Da wacht man am Ende schon anders auf", betonte er. Auch die Ernährung hat Müller in den vergangenen Jahren komplett umgestellt: "Ich esse viele Sachen, die müssen auch nicht immer schmecken."

Mit 36 Jahren im gehobenen Fußballeralter: Thomas Müller.
Mit 36 Jahren im gehobenen Fußballeralter: Thomas Müller. © IMAGO

Bayern-Ikone nimmt 20 bis 25 Kapseln pro Tag

Zum Frühstück gibt es bei ihm manchmal sogar nur Walnüsse und "ein paar Schluck Olivenöl". Dazu gibt es bei ihm eine Stange Nahrungssergänzungsmittel. "Ich nehme am Tag 20 bis 25 Kapseln", offenbarte Müller, der sich in Sachen Ernährung viel von Ex-Teamkollege Robert Lewandowski abgeschaut hat. "Er hat sich damals schon sehr viel mit dem Thema beschäftigt", sagte Müller.

Als er die Buchweizengrütze des Polen probierte, hat es bei ihm Klick gemacht. "Ich habe zwar nicht mehr Tore geschossen, aber ich habe mich dann mehr damit beschäftigt, weil ich einen Unterschied gemerkt habe", so Müller. Ob er den Lebensstil bei der WM durchziehen kann? Immerhin kommen auf ihn aufregende Wochen zu. Müller wird beim Turnier in den USA, Mexiko und Kanada seine Premiere als TV-Experte feiern.

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Müller: "Ich muss mich deutlich verändern"

Eine Sache muss er laut eigenen Aussagen auf jeden Fall anpassen. "Ich muss mich deutlich verändern, damit es für das Fernsehen passt", witzelte der Bayer: "Meine Antworten sind noch viel zu lange, da wären wir schon 14 Mal in der Werbung." Typisch Müller eben. Denn in der Hinsicht hat sich der Stürmer in den letzten Monaten nicht verändert. Auch kündigte er erneut an, vor Kritik am DFB-Team nicht zurückzuschrecken: "Die Jungs wissen, dass ich sie unterstütze, ich aber auch kritisch sein werde."

Ich muss mich deutlich verändern, damit es für das Fernsehen passt.

Thomas Müller

Zum Start drückte er gleich mal auf die WM-Euphoriebremse. "Ich sehe eher Parallelen zu einer WM 2010 als zu der von 2014", analysierte Müller: "Die Mannschaft als solche ist jetzt nicht super gemeinsam gereift, sondern der Weg beginnt erst." Entsprechend sieht er die Nationalmannschaft keinesfalls als Titelfavorit. In dieser Rolle befinde sich laut Müller eher Spanien. "Es schreit für mich nicht danach, dass das Finale gebucht ist."

Für ihn ist die WM gelaufen: Bayern-Youngster Lennart Karl.
Für ihn ist die WM gelaufen: Bayern-Youngster Lennart Karl. © IMAGO

Müller sieht Gruppenphase nicht als Problem für DFB-Team

Dennoch sollte ein Aus nach der Gruppenphase, wie bei den letzten beiden Weltmeisterschaften, nicht mehr passieren. "Die Vorrunde hat für mich den Charakter, als Mannschaft gut ins Turnier zu finden", meinte Müller über die Spiele gegen Curacao, Ecuador und die Elfenbeinküste: "Wir müssen den Anspruch haben, da weiterzukommen."

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Dass Lennart Karl wegen eines Muskelbündelrisses nicht mithelfen kann, erachtet er als bitter: "Ich hätte Lenny gerne gesehen, weil er quirilig ist und etwas ins Spiel bringt, das wir gut hätten brauchen können." Immerhin hätte es, wie bei Müller 2010, seine Durchbruchsweltmeisterchaft werden können. Müller selbst hatte damals im Vorfeld des Turniers Glück. "Ich hatte einen Fahrradsturz", erzählte er. Müller habe einen vierfachen Salto gemacht und sei anschließend auf das Schlüsselbein gefallen. Ohne Folgen.

Nun gilt es für das DFB-Team ohne Karl durchzustarten.

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