"Ich hätte alles versucht": Laut Hamann hat Bayern einen Torwart-Hammer versäumt

Am Mittwoch im Auswärtsspiel bei der PSV Eindhoven wird es im Team des FC Bayern keine personellen Experimente geben. Nach dem 1:2 gegen den FC Augsburg, der ersten Niederlage dieser Bundesliga-Saison, geht es für die Münchner in der Königsklasse um Wiedergutmachung. "Entscheidend ist jetzt die Reaktion", sagte Joshua Kimmich.

Und da hilft es sicher, dass der Kapitän wieder mitwirkt: Manuel Neuer wird nach seiner Pause gegen Augsburg im Tor stehen und Jonas Urbig ablösen. Der junge Keeper patzte entscheidend gegen den FCA und geriet dadurch in die Kritik. TV-Experte Didi Hamann stellte in der Sendung "Sky 90" sogar Urbigs Eignung als Neuer-Nachfolger in Frage. "Du brauchst einen robusten Torhüter, auf den du dich verlassen kannst", sagte Hamann: "Vielleicht kann der Urbig das irgendwann, aber ich habe Bedenken, ob er das schon nächste Saison könnte. Auf der Bank wirst du kein besserer Torhüter, die Erfahrung kriegst du nur im Spiel."
Urbigs Zukunft beim FC Bayern
Sollte Neuer seine Karriere im Sommer beenden, was noch offen ist, könnte Urbig die neue Nummer eins werden. Sofern Bayern keinen anderen Toptorhüter verpflichtet. Was nicht ausgeschlossen ist. Urbigs Problem: Er hat nur wenig Spielpraxis, kommt auf ganze sechs Partien in dieser Saison. "Wie soll das gehen?", fragte Hamann: "Ich glaube nicht, dass Urbig bei Bayern mal die Nummer eins werden kann." Abwarten.

Donnarumma als Hamann-Lösung
Hamann jedenfalls hätte Italien-Keeper Gianluigi Donnarumma verpflichtet. "Ich hätte alles versucht, den Donnarumma zu holen", sagte er. Das Tor sei "die wichtigste Position. Die Champions League wirst du nur gewinnen, wenn du eine Granate im Tor hast. Mit Donnarumma hättest du fünf oder sechs Jahre Ruhe auf der Position."
Doch Donnarumma ging im Sommer für 30 Millionen Euro von Paris Saint-Germain zu Manchester City.