Diese Gespräche veränderten alles: Ibrahimovic wollte ursprünglich nicht beim FC Bayern verlängern
"Zurück zu Hause". Das schrieb Arijon Ibrahimovic unter einen Post am Dienstagabend auf Instagram. Dahinter setzte er ein rotes Herz. Wenige Stunden zuvor hatte Ibrahimovic an der Säbener Straße einen neuen Vertrag beim FC Bayern bis 2028 unterschrieben. Wobei: Ganz heimgekommen ist er nicht. Ibrahimovic ist gebürtiger Franke, seine Familie lebt nach wie vor in Nürnberg.
Ibrahimovic hat drei Leihen hinter sich
Es ist vielmehr eine Rückkehr zu dem Verein, bei dem er seit seinem zwölften Lebensjahr spielte und von dem er in den letzten Jahren dreimal auf Leihreisen geschickt wurde. Frosinone Calcio, Lazio Rom und zuletzt 1. FC Heidenheim hießen die Stationen, bei denen er Erfahrung sammeln konnte. Jetzt soll er sich als fester Teil der Mannschaft von Trainer Vincent Kompany beweisen.
"Es geht für ihn nicht mehr allein ums Lernen", sagte Sportdirektor Christoph Freund und schob hinterher: "Jetzt geht es ums Angreifen, hier beim FC Bayern." Eine klare Marschroute für den Offensivspieler, der einst als das größte Talent am Bayern-Campus galt. Dass sich Ibrahimovic für diesen Schritt entscheidet, war vor wenigen Monaten fast ausgeschlossen.
Es geht für ihn nicht mehr allein ums Lernen.
Ibrahimovic wollte nicht erneut verliehen werden
Die AZ berichtete Ende April, dass der 20-Jährige zu einem Abschied tendiere. Mehrere Vereine aus der Bundesliga und der Serie A zeigten Interesse an einer Verpflichtung. Auch Heidenheim hätte Ibrahimovic durchaus gerne fest verpflichtet, der Absteiger war mit ihm zufriedener als mit den Leihvorgängern Paul Wanner und Frans Krätzig. Ibrahimovic sei deutlich reifer, habe mehr Potenzial, war aus den Reihen des FCH zu hören.
Für Ibrahimovic kam ein Verbleib nach dem Abstieg aber nicht in Frage. Übrigens genauso wenig wie eine erneute Leihe. "Ich möchte nicht nochmal verliehen werden", sagte er im AZ-Interview. Wie kam es nun zur Rolle rückwärts und der vorzeitigen Vertragsverlängerung? Die Antwort lautet: Kompany. Wie die AZ erfuhr, hat der Belgier vor wenigen Wochen ein Gespräch mit dem U21-Nationalspieler geführt.

Kompany stellt Ibrahimovic Spielzeit in Aussicht
Darin hat der Belgier Ibrahimovic Spielzeit in Aussicht gestellt. Nach der WM, bei der der FC Bayern weiterhin mit Dayot Upamecano, Michael Olise und Harry Kane vertreten ist, plant Kompany mit mehr Rotation. Gerade Olise, Kane und auch Luis Díaz werden mit rund 60 Spielen in den vergangenen zwölf Monaten zurück nach München reisen.
Dazu kommt, dass Serge Gnabry, Lennart Karl (nahm am Mittwoch das Lauftraining auf) und womöglich auch Neuzugang Ismael Saibari (offizielle Diagnose steht noch aus) nach ihren Verletzungen nicht direkt wieder bei voller Stärke sein werden. Selbst Jamal Musiala hatte jüngst noch einmal einen geplanten operativen Eingriff, bei dem ihm eine Metallplatte am Fuß entfernt wurde. Die große Chance für Ibrahimovic.

Spiele gegen Köln, Dortmund und Bayern imponierten den Bossen
Aber nicht nur Kompany wollte Ibrahimovic beim FC Bayern halten. Auch die sportliche Führung ist von seinen Qualitäten überzeugt, brachten das ihm gegenüber klar zum Ausdruck. Vor allem die Spiele gegen den 1. FC Köln, Borussia Dortmund und die Bayern hinterließen bei den Bossen einen bleibenden Eindruck.
Diese Gespräche und auch die Möglichkeit, sich im Training mit den besten Spielern des Landes zu messen, brachten ihn in den vergangenen Wochen zum Umdenken. Und führten letztlich dazu, dass er sein Arbeitspapier vorzeitig um ein Jahr verlängert hat. Und ohnehin ist es doch klar: Daheim zu spielen, ist es noch immer am schönsten.
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