"Hatte vorher schon muskuläre Probleme": FC-Bayern-Boss Eberl gibt Update zum verletzten Díaz
Es war ein wildes Spiel und am Ende ein Ergebnis, das in Ordnung ging: Mit dem 2:2 gegen den FC Arsenal gelang dem FC Bayern ein Achtungserfolg in der Champions League, der Sieg war drin.
Eberl: "Wir wollten kein Risiko eingehen"
Ohne mehrere Stammspieler agierten die Münchner auf Augenhöhe, Alphonso Davies (35.) und Harry Kane (61./Handelfmeter) erzielten die Tore. Für Arsenal waren Eberechi Eze (25.) und Declan Rice (82.) erfolgreich.
Bitter: Der eingewechselte Luis Díaz musste kurz vor Schluss verletzt wieder raus. "Er hatte vor dem Spiel schon muskuläre Probleme und hat es nun wieder leicht gespürt", gab Sportvorstand Max Eberl nach dem Spiel ein Update: "Wir wollten kein Risiko eingehen." Coach Kompany hingegen hielt nach seiner Virusinfektion und Hüftschmerzen bis zum Schluss durch.
Kane mit Leistung gegen Arsenal zufrieden
Harry Kane sprach von einer "guten Leistung" seiner Bayern, aber "wir hatten die Chance, das Momentum, das Spiel klar zumachen." Tom Bischof haderte ein wenig mehr, wollte Glückwünsche nicht so recht annehmen und meinte: "Wenn Du so lange führst, dann ist es eher enttäuschend, dass wir nicht die drei Punkte holen."
Kompany musste in der Startelf auf mehrere Stars verzichten. Neben Jamal Musiala (Reha nach Muskelfaserriss) und Michael Olise (Gelb-Rot-Sperre) fehlte auch Joshua Kimmich. Der Vizekapitän stand „wegen eines Trauerfalls im engsten Familienkreis“ nicht im Kader, wie der Klub mitteilte.

Kompany stand wieder an der Seitenlinie
Für Kimmich rückte Tom Bischof ins defensive Mittelfeld neben Aleksandar Pavlovic, in der Offensive spielten Davies, Ismael Saibari und Serge Gnabry hinter Torjäger Kane. Díaz saß überraschend auf der Bank, der Kolumbianer brauchte laut Kompany mal eine Pause. Und im Tor kehrte Kapitän Manuel Neuer nach ausgeheilter Fußverletzung zurück.
Genauso wie Kompany nach seiner Erkrankung. Am Dienstag hatte der Belgier noch das Abschlusstraining und die Pressekonferenz ausgelassen, Co-Trainer Aaron Danks war für ihn eingesprungen. Nun stand Kompany mit schwarzer Jacke und weißem Kapuzenpulli an der Seitenlinie, er schonte sich nicht, gab immer wieder Anweisungen. "Der Coach ist nicht wichtig heute, es sind die Spieler", sagte Kompany vor dem Anpfiff bei DAZN.

Gnabry: "Aus der letzten Saison ist noch eine kleine Rechnung offen"
Er habe "viel gearbeitet, nicht viel geschlafen und dann hat der Köper irgendwann gesagt: Jetzt richtig ruhig machen! Die Vorbereitung war aber sehr gut für dieses Spiel. Natürlich bin ich hier mit voller Überzeugung, dass wir die Mannschaft unterstützen können und dass wir auch das Ergebnis holen können, das wir wollen."
Vorjahresfinalist Arsenal erwies sich von Beginn an als der erwartet knifflige Gegner. Die Gunners ließen vor den Augen von Bundestrainer Jürgen Klopp den Ball fein laufen, Bayern war in die Defensive gedrängt. Das erlebt man nicht allzu oft. Chancen blieben zunächst aber auf beiden Seiten aus. Es sei "aus der letzten Saison noch eine kleine Rechnung offen", sagte Ex-Arsenal-Profi Gnabry mit Blick auf die 1:3-Niederlage in der vergangenen Spielzeit.
Gnabry scheiterte an Raya
Und speziell Gnabry hätte etwas für eine Revanche tun können: Nach schönem Konter über Davies und Saibari scheiterte der DFB-Star an David Raya (21.). Arsenal machte es auf der anderen Seite besser. Der früh eingewechselte Eze lief Konrad Laimer einfach davon, Josip Stanisic, der anstelle von Nathaniel Brown hinten links verteidigte, hob das Abseits auf – und es stand 0:1. Ezes Schuss ins rechte Eck war für Neuer nicht zu halten.
Das Tor war ein Wachmacher für Bayern, Kompanys Team agierte jetzt direkter und mit mehr Risiko. Das zahlte sich aus. Kane spielte einen Traumpass in den Lauf von Davies und der auffällige Kanadier schob zum 1:1 ein. Nach dem Ausgleich ging es hin und her, Laimer hätte beinahe ins eigene Tor geköpft (42.).

Kane verwandelt Elfmeter gegen Arsenal
Die zweite Halbzeit startete spektakulär: Zunächst rettete Neuer auf der Linie gegen Bruno Guimaraes (47.), der Ball prallte noch an die Latte. Dann scheiterte auf der Gegenseite Dayot Upamecano nach einem Sturmlauf im Lucio-Stil per Kopf an Raya (49.).
Bayern war das bessere Team – und belohnte sich: Nach Kanes Schuss wehrte Jurrien Timber den Ball mit dem Arm ab, Elfmeter. Kane verwandelte sicher ins linke Eck zum 2:1. Laimer hätte die Führung ausbauen können, schoss aber vorbei (67.).
Und so kam Arsenal durch Rice noch zum 2:2, Tah sah schlecht aus. Kurz vor Schluss verhinderte Neuer mit einer Parade die Niederlage. Es blieb beim insgesamt gerechten Remis.
- Themen:
- FC Arsenal
