Happy End für Leupolz: Auch die Bayern-Frauen legen wieder los

Bayern-Star Melanie Leupolz bekommt doch noch ein Abschiedsspiel: Die Frauen-Bundesliga beginnt nach langer Überlegung am 29. Mai.
| Krischan Kaufmann
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DFB-Präsident Fritz Keller.
Patrick Seeger/dpa DFB-Präsident Fritz Keller.

München - Die Zweifel waren groß, die Erleichterung dürfte nun noch größer sein. "Wenn man realistisch ist, dann wird es sehr, sehr schwierig", hatte Bayern-Profi Melanie Leupolz noch vor kurzem mit Blick auf eine Fortsetzung der Saison in der Frauen-Bundesliga gemeint.

Seit Mittwoch steht fest: Leupolz’ Befürchtungen haben sich nicht bewahrheitet. Die Nationalspielerin wird, bevor sie dann im Sommer zum FC Chelsea wechselt, auf jeden Fall nochmal für die Münchnerinnen auflaufen. Denn wie der DFB nach einer Managertagung der zwölf Erstligisten mitteilte, soll ab dem 29. Mai die wegen der Coronavirus-Pandemie unterbrochene Saison fortgesetzt werden. Auch im DFB-Pokal soll noch ein Sieger ermittelt werden.

Frauen-Bundesliga: Auch Saison- und DFB-Pokalfinale sind geplant

"Die Rückkehr der Frauen-Bundesliga auf den Platz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einer Art Normalität – im Fußball wie in der Gesellschaft", sagte DFB-Präsident Fritz Keller. Die Bundesliga nehme damit eine Vorreiterrolle im internationalen Frauenfußball ein.

DFB-Präsident Fritz Keller.
DFB-Präsident Fritz Keller. © Patrick Seeger/dpa

Sechs Spieltage stehen noch aus, in der Tabelle führt der noch ungeschlagene VfL Wolfsburg vor dem FC Bayern und der TSG 1899 Hoffenheim. Das Saisonfinale ist für den 28. Juni 2020 geplant.

Das Endspiel im DFB-Pokal soll am 4. Juli in Köln stattfinden, zuvor sollen am 2. und 3. Juni zunächst das Viertelfinale und dann am 10. und 11. Juni das Halbfinale ausgetragen werden.

Leupolz: "Ich will gern noch mal mit den Mädels auf dem Platz stehen"

Dass die FCB-Spielerinnen überhaupt noch auf ihre Mini-Chance (acht Punkte Rückstand auf Wolfsburg) hoffen dürfen, haben sie auch der Chef-Etage an der Säbener Straße zu verdanken. Denn die vier deutschen Champions-League-Teilnehmer FC Bayern, Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen und RB Leipzig hatten für die Frauen-Bundesliga und die 3. Liga 7,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Davon sollen die im DFL-Konzept vorgesehenen engmaschigen Corona-Tests bezahlt werden.

Und auch das sonstige Hygiene-Prozedere wird sich lediglich in Nuancen vom Konzept für die beiden Ligen der DFL unterscheiden. Beispielsweise sind angesichts kleinerer Arenen nur rund 130 Personen pro Spiel im Stadion erlaubt.

Leupolz & Co. wird’s egal sein. Hauptsache der Ball rollt wieder. Hatte sie doch erst kürzlich betont: "Das wäre sehr bitter, weil ich natürlich noch gerne ein Abschiedsspiel für den FC Bayern machen würde und noch mal mit den Mädels auf dem Platz stehen würde."

Für die 25-Jährige ist die Saison also jetzt schon mit einem Happy End gekrönt – selbst wenn sie dann ohne einen weiteren Titel im Gepäck nach London übersiedeln sollte.

Lesen Sie hier: Kapitänin Melanie Leupolz verlässt den FC Bayern im Sommer

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