"Guardiolas Feind": Italiener feiern Mario Mandzukic

Ex-Bayern-Stürmer Mario Mandzukic reißt Juventus mit und fordert Robert Lewandowski heraus. Die Presse feiert ihn: „Wie ein Löwe“.
| M. Koch
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Mit dem Wechsel zu den Bayern gelang Mandzukic 2012 der Sprung in die Spitzenklasse. Danach ging es für den 29-Jährigen zu internationalen Topclubs wie Atletico Madrid und nun Juventus Turin - aber Vereine wie Real Madrid oder der FC Barcelona wären noch eine Etage höher und wohl nicht an ihm interessiert. Was die Zukunft angeht, ist Lewandowski also im Plus. Damit steht es 5:3 für den Polen.
dpa Mit dem Wechsel zu den Bayern gelang Mandzukic 2012 der Sprung in die Spitzenklasse. Danach ging es für den 29-Jährigen zu internationalen Topclubs wie Atletico Madrid und nun Juventus Turin - aber Vereine wie Real Madrid oder der FC Barcelona wären noch eine Etage höher und wohl nicht an ihm interessiert. Was die Zukunft angeht, ist Lewandowski also im Plus. Damit steht es 5:3 für den Polen.

Turin/München - Da standen sie plötzlich, die Vergangenheit und die Gegenwart des Bayern-Sturms, Kopf an Kopf, Nase an Nase: Es lief die 65. Minute, als Mario Mandzukic und Robert Lewandowski nach einem eigentlich harmlosen Duell im Mittelfeld aneinandergerieten. Mandzukic, Ex-Bayer und mittlerweile Turiner, der von Pep Guardiola aus München vertrieben wurde, schien genau auf diesen Moment gewartet zu haben. Tief schaute er seinem Nachfolger in die Augen, die ganze Wut, der ganze Frust, das verletzte Ego: All diese Gefühle schienen sich jetzt entladen zu wollen.

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Doch der Pole hielt energisch dagegen, drückte seine Stirn gegen die von Mandzukic. Es war einer dieser Momente, in denen man nicht zurückweichen darf. Lewandowski bestand diesen Testosteron-Test – und sorgte gemeinsam mit Mandzukic für eines der herrlichsten Bilder an diesem Champions-League-Abend.

 

Mandzukic, Guardiolas Feind

 

„Die Wut gegenüber Guardiola ließ ihn Mut und Kraft finden, um 90 Minuten lang zu kämpfen“, schrieb der „Corriere dello Sport“ über Mandzukic, der seine Mannschaft nach dem 0:2 nach vorne trieb und an beiden Juve-Toren entscheidend beteiligt war. „Er hat Juve mitgerissen“, meinte die „Gazzetta dello Sport“: „Mandzukic hat das Tempo unterbrochen, mit dem die Bayern die Juve-Spieler tanzen ließen – als hätte er sich an die höflichen, aber kalten Worte erinnert, mit dem er von Guardiola verabschiedet worden war.“

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2014, kurz vor dem Pokalfinale in Berlin gegen Borussia Dortmund (2:0), war der Kroate von Guardiola aus dem Kader gestrichen worden, er flüchtete zu Atletico Madrid, ehe er sich vor dieser Saison den Italienern anschloss. Dort besticht „Guardiolas Feind“ („La Stampa“) nun mit den gleichen Qualitäten, die ihn in seiner Bayern-Zeit zu einem der wertvollsten Spieler machten: Herz, Einsatz – und Torgefahr. Auch „Tuttosport“ erkannte, dass erst diese Eigenschaften Juves Comeback möglich machten: „Entscheidend war die Leistung des Ex-Bayern-Spielers Mario Mandzukic, der bis zuletzt wie ein Löwe kämpfte.“

Gekämpft hatte Juves Löwe in den vergangenen Wochen vor allem mit einer Wadenverletzung. Doch das Duell mit dem Ex-Klub hätte ihm wohl niemand nehmen können. Es war seine Nacht der Rache.   

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