Gomez: Fasziniert von Nadal

Bayerns Stürmer über den Tennisstar – und warum er vom Golfen wenig hält.
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In seiner Freizeit Tennis-Fan: Bayern-Stürmer Mario Gomez.
firo/Augenklick In seiner Freizeit Tennis-Fan: Bayern-Stürmer Mario Gomez.

Bayerns Stürmer über den Tennisstar – und warum er vom Golfen wenig hält.

AZ: Ein Länderspiel in der eigenen Stadt hat komische Seiten, oder? Sie sind in Ihrer neuen Heimat München und wohnen im Hotel.

MARIO GOMEZ: Ich find’s ganz schön. So konnte ich auch am Montag schnell zum Arzt.

Was ist das Problem?

Ach, ich musste eine Typisierung wegen meines Heuschnupfens machen. Ich probiere mal, ob das anspringt. Mir wurden vier Mal diese Pollen, gegen die ich allergisch bin, gespritzt, nun bildet der Körper Antikörper.

Seit wann behindert Sie dieser Frühjahrsschnupfen?

Erst seit vier, fünf Jahren. Aber beim Fußball stört es nicht, beim Spazierengehen schon.

Am Mittwoch steht der WM-Test gegen Argentinien an und die prominenteste Figur des Gegners sitzt auf der Bank: Diego Maradona.

Ich habe ja Maradona nicht wirklich wahrgenommen als Spieler, dafür bin ich zu jung. Als er bei der WM 1986 in Mexiko aufgetrumpft hat, war ich ein Jahr alt. Trotzdem: Wenn wir als kleine Jungs auf dem Bolzplatz gekickt haben, war ich immer Maradona. Mein Vater war Maradona-Fan.

Am Mittwoch geht es gegen Martin Demichelis, gegen einen Teamkollegen. Auch eigenartig, oder?

Wir haben Martin gesagt, er solle seinem Trainer ausrichten, dass dies kein Freundschaftsspiel wird.

Demichelis sagte kürzlich: ,Wenn ich grätschen muss, dann mache ich das. Hoffentlich im richtigen Moment. Ich muss den Ball, oder Mario oder Miro treffen.’

Ich freue mich auf das Duell, er ist ein sehr guter Verteidiger. Er langt oft mal ordentlich hin, aber das muss auch sein. Wir können keine Rücksicht aufeinander nehmen.

Ihr tauscht aber Trikots.

Da haben wir noch nichts ausgemacht. Bisher hat mich noch kein Freund beauftragt, eins zu organisieren.

Sie sind wie viele andere Profis kein Trikotsammler?

Nein. Nicht mehr. Ich habe ein Trikot, das ich unbedingt wollte, das war von Claudio Pizarro. Da habe ich noch beim VfB gespielt und er bei Bayern. Es war unser erstes Duell – und Claudio war für mich der Stürmer der Bundesliga.

Sie sind ein großer Fan von Rafael Nadal, dem spanischen Tennis-Helden. Hat das nur mit Ihren iberischen Wurzeln zu tun?

Mich fasziniert an ihm, dass ihm kein Ball zu schwierig ist, dass er keinen Ball verloren gibt. Er hat diesen unbändigen Willen, den du brauchst, um als Sportler in der Weltspitze zu sein. Auch Roger Federer finde ich toll, er hat etwas mehr Eleganz in seinen Schlägen.

Spielen Sie selbst Tennis – und nicht Golf?

Golf ist noch nicht so mein Ding. Da spielst du einen Ball und gehst zehn Minuten zu Fuß. Tennis dagegen spiele ich sehr gerne. Die großen Finals schau’ ich mir auch gerne im Fernsehen an. Manche haben über fünf Stunden gedauert, aber da hätte ich locker noch fünf Stunden mehr zuschauen können.

Interview: Patrick Strasser

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