Gegenwart gegen Vergangenheit: Torhüterinnen-Duell beim FC Bayern

Die Bayern-Frauen sind wieder daheim. Nach zwei Trainingslagern auf gleich zwei Kontinenten lautet die Erkenntnis: Es gibt noch einiges zu verbessern. Besonders spannend wird das Torhüterinnen-Duell.
| Victoria Kunzmann
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Trainer der Bayern-Frauen: Alexander Straus
Trainer der Bayern-Frauen: Alexander Straus © IMAGO / NurPhoto

München/Monterrey - Modernste Hochhäuser, in deren Glasfassaden sich der spezielle Charakter der Stadt spiegelt, breite City-Autobahnen und dahinter poetisches Bergpanorama. Nicht umsonst wird Monterrey die "Stadt der Berge" genannt. Zwei erloschene Vulkane und ein ausgetrockneter Fluss säumen die Metropole.

Es ist warm in der 1,2 Millionen Einwohner großen Stadt im Nordosten Mexikos, in der die Bayern-Frauen in den vergangenen Tagen weilten - aus Marketinggründen. Bayerns Frauen-Abteilung schloss eine Partnerschaft mit dem örtlichen Verein Tigres Femenil. Ein Testspiel gegen die Mexikanerinnen gab's noch obendrauf.

Daran müssen die Bayern-Frauen vor dem Rückrundenstart arbeiten

Tigres UANL stellte sich als nicht bezwingbarer Berg heraus: Mit 0:1 verlor die Mannschaft von Alexander Straus vor fast 35.000 Zuschauern gegen die Mexikanerinnen. Bei "hervorragender" Kulisse, so Klara Bühl, im Estadio Universitario, WM-Arena von 1986, verloren die Bayern knapp und bitter.

Positiv gedacht: Straus kann jede Menge Erkenntnisse aus den beiden Trainingslagern in Mexiko und davor in Katar ziehen. Die AZ erklärt, woran das Trainerteam vor dem Rückrundenstart Anfang Februar noch arbeiten muss.

Die Bayern-Frauen dürfen nicht in alte Muster verfallen

Die Effizienz vor dem Tor: Man mag es auf zwei anstrengende Reisen mit vielen Flugstunden schieben, letztlich war die Mannschaft nicht konsequent genug. "Wir müssen besser in das Spiel starten, müssen die Intensität von Anfang an gehen", erklärte Sarah Zadrazil nach der Niederlage.

Uchenna Grace Kanu erzielte in der 20. Minute den Siegtreffer für Tigres. Zahlreiche Chancen blieben ungenutzt, am Ende schafften es die Gäste nicht, ein Tor zu machen. Klara Bühl (43.), Sydney Lohmann (55.), Carolin Simon (57.) und Linda Dallmann (60.) hatten gute Möglichkeiten, scheiterten aber. Die Effizienz - ein altbekanntes Problem. Im Dezember, in den letzten Spielen vor der Winterpause, schien es, als habe die Bayern-Offensive den Dreh raus. Deshalb: Bitte bloß nicht in alte Muster fallen.

Laura Benkarth will ihren Platz im Tor zurück

Die Aggressivität gegen den Ball: Die Schwäche vor dem Tor hängt mit fehlender Durchsetzungskraft zusammen. Bühl bescheinigt den Mexikanerinnen darin gute Noten: Tigres sei "in den Zweikämpfen sehr aggressiv" gewesen, "aber auch am Ball technisch sehr, sehr gut." Obwohl Ballbesitz und Spielfluss für die Bayern stimmten, mehr Aggressivität am Ball hätten dem Bayern-Spiel sicher genützt.

Das Torhüterinnen-Duell: Einen neuen Eindruck wollte sich Straus von Laura Benkarth abholen, die er für eine Halbzeit ins Tor stellte. Damit ruft er das Torhüterinnen-Duell aus. Bisherige Stammkeeperin der Saison, Mala Grohs, besitzt nur noch bis Saisonende einen Vertrag - ihr dürfte viel daran liegen, weiter im Kasten zu stehen. Zumal es keinen Grund gab, sie auszutauschen. Benkarth hingegen, Stammfrau der Vorjahre, drängt auf ihren Posten zurück. Sie fiel lange aufgrund eines Kreuzbandrisses aus. Der Rückrundenstart ist ihre Chance.

Zwei Wochen hat Straus noch Zeit, um eine (vorläufige) Entscheidung zu treffen. Zwei Wochen mit Bergen voll Arbeit.

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