"Sage ich ihm 100 Mal": FC-Bayern-Verteidiger Tah schaltet sich in den Upamecano-Poker ein

Der Vertrag von Dayot Upamecano läuft am Saisonende aus, noch immer hat der Innenverteidiger des FC Bayern nicht verlängert. Bis zu diesem Zeitpunkt muss nun eine Entscheidung stehen. 
Kilian Kreitmair,
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Verlängert er seinen Vertrag beim FC Bayern? Innenverteidiger Dayot Upamecano.
Verlängert er seinen Vertrag beim FC Bayern? Innenverteidiger Dayot Upamecano. © IMAGO

In der Umkleidekabine an der Säbener Straße wurde Dayot Upamecano jüngst von Sacha Boey mit "Président", Präsident, begrüßt. Die beiden Franzosen des FC Bayern flachsten freilich nur. Der echte Präsident beim Rekordmeister ist Herbert Hainer. Und der wurde erst auf der letzten Mitgliederversammlung in seinem Amt bestätigt.

Verlängerung hakt laut AZ-Informationen an zwei Details

Doch in eigener Sache ist Upamecano beschlussfähig. Er muss entscheiden, ob er seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag in München verlängert, ob er dort weiter in der Abwehrzentrale neben Jonathan Tah regiert. Bislang warten die Bayern-Bosse vergebens auf ein oui oder non.

Doch wohl nicht mehr lange – die Zeit drängt, Président! Wie die "Bild" berichtet, gibt es nun eine Deadline für Upamecano. Bis Mitte Februar soll er verlängern – oder im Sommer den Klub nach fünf Jahren ablösefrei verlassen. Grundsätzlich fühlt sich Upamecano bei Bayern wohl, die Zusammenarbeit mit Chefcoach Vincent Kompany gefällt dem Nationalspieler Frankreichs durchaus. Er bekommt Vertrauen vom Belgier, zahlt das mit guten Leistungen zurück.

Haben ein gutes Verhältnis: Coach Vincent Kompany und Dayot Upamecano.
Haben ein gutes Verhältnis: Coach Vincent Kompany und Dayot Upamecano. © IMAGO

Dreesen: "Wir haben ihm ein außerordentlich gutes Angebot gemacht"

Auch bei den Mitspielern ist Upamecano beliebt. "Dayot ist jemand, den ich sehr gerne mag, nicht nur auf dem Platz, sondern auch daneben", so Tah: "Er war auch jemand, der mich hier sehr gut aufgenommen hat. Natürlich wünsche ich mir, dass er bleibt und verlängert. Ich glaube, das sage ich ihm 100 Mal am Tag." Nach Informationen der AZ hängt es noch an zwei Details, bei denen sich die Spielerseite und die Bayern bisher nicht einigen können. Zum einen geht es um die Laufzeit des neuen Übereinkommens. Läuft das neue Arbeitspapier bis 2030 oder bis 2031?

Ein weiteres Thema: die Ausstiegsklausel. Während die Berater von Upamecano gern die Option hätten, bereits 2027 aus dem Vertrag herauszukommen, will der FC Bayern die Klausel gern erst für 2028 einbauen. Bei Gehalt und Handgeld (jeweils etwa 20 Millionen Euro) sollen sich beide Seiten einig sein – damit würde Upamecano zu den Spitzenverdienern gehören.

Sportvorstand Max Eberl und CEO Jan-Christian Dreesen wollen die Planungen beim FC Bayern vorantreiben.
Sportvorstand Max Eberl und CEO Jan-Christian Dreesen wollen die Planungen beim FC Bayern vorantreiben. © IMAGO

FC Bayern wird Angebot nicht mehr nachbessern

Die Konditionen, die mittlerweile seit Dezember auf dem Tisch liegen, will und wird man beim FC Bayern nicht mehr nachbessern. Das machten die Bosse in den letzten Wochen mehrfach klar. "Ich glaube, das, was er da liegen hat, das sollte er unterschreiben, denn es wird nicht besser", wurde CEO Jan-Christian Dreesen deutlich.

Der Verein habe ihm "ein außerordentlich gutes Angebot gemacht, weil er seit anderthalb Jahren jetzt auch sehr gut gespielt hat". Vor allem die Unkonzentriertheiten in entscheidenden Situationen hat Upamecano abgestellt. Trotz der guten Offerte: Die Upamecano-Seite beharrt auf ihren Forderungen, spielt dabei auch auf Zeit. So wird es für Bayern von Monat zu Monat schwerer, einen adäquaten Ersatz zu finden.

Eberl bleibt aktuell nur eine Standardantwort beim Thema Upamecano 

Und Sportvorstand Max Eberl kann in der Öffentlichkeit nur wenig befriedigende Standardantworten zu geben. "Wir reden mit ihm und dann werden wir etwas verkünden, wenn es etwas zu verkünden gibt", sagte Eberl etwa jüngst.  Davon haben die Münchner nun genug. Der FC Bayern will Planungssicherheit. Ein Beschluss muss in den nächsten Wochen her. Sie sind am Zug, Président!

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  • Rigobert am 28.01.2026 16:20 Uhr / Bewertung:

    Upamecano ist nur Durchschnitt mit hoher Fehlerquote und Schlotterbeck wäre die Alternative

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  • Südstern7 am 28.01.2026 20:51 Uhr / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Rigobert

    Der Schlotterbeck (kein deutscher Innenverteidiger) kann dem Upamecano nicht das Wasser reichen.

    Ich vermute 2 Gründe warum zu deiner Einschätzung kommst, lieber Rigobert:
    1) Am Anfang gab es Vorbehalte von außen gegen Upa und das macht natürlich Stimmung. Zudem fremdelte Upa im ersten Jahr. Er war relativ unsicher, weil er sich erst gewöhnen musste. Diese Dinge scheinen sich in deinem Kopf festgesetzt zu haben.
    2) Ich empfehle mal einige Spiele in Gänze anzuschauen und nicht nur 10 Minuten Zusammenschnitte in der Sportschau. Dann wirst du nämlich sehen, dass keiner mehr Ruhe am Ball hat - auch in engen Situationen, dass keiner so effektiv mit messerscharfen Pässen ein Spiel eröffnen kann und keiner so sauber ins Tackling geht und fast ohne Foul die Zweikämpfe gewinnt. Seine Raumaufteilung ist perfekt.

    Nicht umsonst ist Upamecano unumstrittener Stammspieler in der französischen Nationalmannschaft. Und die stehen in der Rangliste ganz oben, gespickt mit Weltklassespielern.

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  • TheSpecialOne am 28.01.2026 10:12 Uhr / Bewertung:

    Ein außerordentlich gutes Angebot für einen NICHT außerordentlich guten Innenverteidiger.

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