FC Bayern: So rechtfertigen die Chaoten ihre Schmähplakate

Einige der Verantwortlichen hinter den Schmähplakaten gegen Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp im Fanblock des FC Bayern haben ein Statement veröffentlicht. Sie verharmlosen ihre Aktion und zeigen keinerlei Reue.
| AZ/Julian Huter
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Schmähplakate im Bayern-Block gegen Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp
imago images / MIS Schmähplakate im Bayern-Block gegen Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp

München - Es war ein Skandal. Beim 6:0-Sieg des FC Bayern in Hoffenheim entrollten einige unbelehrbare Chaoten im Bayern-Block Schmähplakate gegen TSG-Mäzen Dietmar Hopp. Das Spiel wurde zweimal unterbrochen und die Mannschaften setzten am Ende ein starkes Zeichen.

Nun haben einige der Verantwortlichen versucht, ihre geschmacklose Aktion öffentlich zu rechtfertigen. Auf der Website "suedkurve-muenchen.org", der Homepage eines Zusammenschlusses verschiedener Fan-Gruppierungen, wurde ein Statement veröffentlicht:

"An dieser Stelle muss man auch festhalten, dass wir unsere Kritik hieran bisher immer auf eine andere Art und Weise artikuliert haben. Herr Hopp hat unter anderem durch das verwenden von Störgeräuschen, die bei einigen BVB-Anhängern Schmerzen hervorrufen, allerdings die Spirale selbst erheblich weitergedreht und einen Privatkrieg mit verschiedenen Fanszenen angezettelt", so der Vorwurf an den Gönner der TSG.

Wut der Chaoten richtet sich gegen DFB

Die Wut der Chaoten richtet sich aber vor allem gegen den DFB: Auslöser sei das Urteil des DFB-Sportgerichts gewesen, wonach Fans von Borussia Dortmund zu den nächsten zwei BVB-Auswärstpartien in Hoffenheim nicht zugelassen sind. Auch unter den BVB-Fans gab es einige Chaoten, die Hopp diffamiert hatten.

 "Damit hat der DFB sein Wort, zukünftig von Kollektivstrafen abzusehen, gebrochen. Auch wenn uns die Strafe nicht betrifft und das Thema Hopp für uns nicht so eine starke Relevanz hat, sehen wir hierin einen Angriff auf Fanrechte im Allgemeinen. Es für uns ein Affront, den wir nicht unbeantwortet lassen können", heißt es im Statement.

Chaoten: Unterbrechung war "absurd und überzogen"

Man hätte bewusst die extreme Beleidigung "Hurensohn" gewählt, um Aufmerksamkeit zu erzeugen. "Während eines Fußballspiel fallen solche und ähnliche Worte nämlich recht häufig. Man muss den Wortlaut nicht gut heißen, aber es gab für uns hierzu keine Alternative, da nur so das Thema die nötige Aufmerksamkeit erhält. Will man zukünftig immer wenn solche Beleidigungen auf der Zuschauertribüne geäußert werden, Fußballspiele ab- oder unterbrechen, wird man keine Partie mehr über 90 Minuten spielen können. Die Unterbrechung heute war einfach nur überzogen und absurd", schreiben die Chaoten.

Und zum Ende des Statements wird es nochmal richtig geschmacklos: "Fußball bleibt dreckig – Fans bleiben rebellisch – Gegen Kollektivstrafen – F**k dich DFB!", lautet der Schlussatz.

AZ-Kommentar: Schmähplakate gegen Dietmar Hopp: Eine Schande für den FC Bayern

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