FC Bayern München: Javi Martinez gegen Celtic Glasgow fraglich

Martínez verletzt sich beim 5:0 gegen Freiburg an der Schulter und wird dem FC Bayern wohl länger fehlen. Heynckes muss seine Erfolgself wieder umbauen – bekommt jetzt Vidal eine Chance?
| Maximilian Koch
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Droht gegen Celtic auszufallen: Javi Martinez
imago/GEPA Droht gegen Celtic auszufallen: Javi Martinez

München - Es war der Schockmoment beim 5:0 des FC Bayern gegen Freiburg. Die 65. Minute, Javi Martínez wuchtet sich im Mittelfeld in ein Kopfballduell mit Florian Niederlechner, dann schießt ihm der Schmerz in die rechte Schulter. Und bei Trainer Jupp Heynckes, der den Spanier kurz darauf auswechseln muss, beginnt das Bangen um einen seiner wichtigsten Spieler.

Am Sonntag melden die Bayern, dass sich Martínez "eine Verletzung des rechten Schultergelenks" zugezogen habe. Der 29-Jährige werde nun "konservativ behandelt und absolviert zunächst ein individuelles Reha- und Trainingsprogramm". Über die Ausfalldauer wird nichts bekannt. Doch nach AZ-Informationen hat es Martínez schlimmer erwischt. Er dürfte mehr Spiele verpassen als die Champions-League-Partie am Mittwoch gegen Celtic.

"Wenn Javi sich auswechseln lässt, dann ist es bedenklich, er ist nicht nur ein Baske, sondern ein robuster Typ und großer Kämpfer", hatte Heynckes bereits kurz nach dem Abpfiff gesagt. Sportdirektor Hasan Salihamidzic sprach von "sehr großen Schmerzen" beim Defensivmann. Martínez selbst schrieb noch am Samstagabend bei Twitter, dass er von keiner langen Pause ausgehe: "Nur ein paar Tage, dann bin ich zurück." Eine optimistische Einschätzung.

 

Für Heynckes und die Bayern ist Martínez’ Verletzung problematisch. Der Triple-Held von 2013 zeigte gegen Freiburg, dass er die Sechser-Position noch immer erstklassig spielen kann. Martínez nahm jeden Zweikampf an, gewann 89 Prozent seiner Duelle, grätschte so oft wie kein anderer Spieler auf dem Platz. Und er half ordentlich beim Spielaufbau mit: Seine Passquote lag bei 88 Prozent.

Bekommt jetzt Vidal seine Chance?

Das Duo Martínez/Thiago ergänzte sich ausgezeichnet. "Javi und Thiago haben im Mittelfeld eine beeindruckende Leistung gezeigt", sagte Heynckes: "Javi mit seinen Charakteristiken im defensiven Mittelfeld und Thiago mit viel Kreativität, guter Ballbehandlung und Übersicht. Das war außergewöhnlich." Thiago, der Torschütze zum 3:0, hatte alle Freiheiten. Martínez sicherte seinen Kollegen zuverlässig ab. Die Bayern wirkten defensiv insgesamt stabiler als zuletzt. Umso bitterer, dass das Paar im zentralen Mittelfeld nun erst mal getrennt wird.

Alternativen zu Martínez, der sich im Mai beim Wandern das linke Schlüsselbein gebrochen hatte, sind Sebastian Rudy und Arturo Vidal. Der Chilene saß am Samstag nur auf der Tribüne, wurde geschont, weil er in der vergangenen Woche mit einer Muskelverhärtung zu kämpfen hatte. Gegen Celtic ist Vidal wieder einsatzbereit. Am Sonntag nahm der selbst ernannte "Krieger" am öffentlichen Training der Bayern teil.

Heynckes und Vidal kennen sich aus gemeinsamen Leverkusener Zeiten. Der Coach wollte Vidal ("Er ist ein Charakterspieler!") schon 2011 zu den Bayern holen, damals scheiterte der Deal. Vidal kam schließlich 2015 von Juventus Turin. In dieser Saison hat der 30-Jährige selten überzeugt. Vidal müsse an seiner Dynamik arbeiten, forderte Heynckes kürzlich im "Kicker". Und an seiner Disziplin?

In Chile steht Vidal nach dem Scheitern in der WM-Quali heftig in der Kritik, von Alkoholeskapaden ist (mal wieder) die Rede. Schafft es Heynckes, die Energie seines Stars in die richtigen Bahnen zu lenken? Er braucht Vidal. Nach dem Martínez-Aus erst recht.

Einzelkritik: Die Bayern beim 5:0 gegen Freiburg

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