FC Bayern München: Fans bei Champions League durch Böller verletzt

Beim Bayern-Heimspiel gegen die PSV Eindhoven hatte die Münchner Polizei alle Hände voll zu tun. Vor allem Böller und Bengalos hielten die Beamten auf Trab. Bei einem Böllerwurf in den Bayern-Fanblock wurden acht Fans verletzt.
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Die Eindhoven Fans zündeln gerne. Hier beim Traininsgauftakt der PSV Ende Juni.
dpa Die Eindhoven Fans zündeln gerne. Hier beim Traininsgauftakt der PSV Ende Juni.

München - Niederländische Fußballfans sind berüchtigt. Dementsprechend hoch war die Polizeipräsenz rund um das Champions-League-Spiel zwischen dem FC Bayern und der PSV Eindhoven - zu Recht, wie sich im Nachhinein herausstellte.

Vor allem Pyrotechnik hielt die Münchner Polizei in Atem.

Der extremste Vorfall ereignete sich in der Alllianz Arena selber. Polizisten beobachteten einen PSV-Fan, wie er einen Böller zündete und ihn in Richtung Bayern-Block warf. Durch den Böller wurden acht Personen verletzt. Der Böllerwerfer konnte festgenommen werden, teilte die Polizei am Donnerstag mit

Schon am Vortag wurden Eindhoven-Ultras, die mit einem Kleinbus auf dem Weg nach München waren, bei einer Kontrolle auf Höhe Ulm mit 56 pyrotechnischen Gegenständen (Rauch-/Nebelkerzen, Bengalos) erwischt.

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Die sieben Ultras konnten nach der Sicherstellung der Gegenstände zwar nach München weiterfahren, aber für die Allianz Arena wurde ihnen ein Tageshausverbot erteilt.

Böller auf die Fahrbahn geschmissen

Auch am Dienstagabend ging der Pyro-Wahnsinn in München weiter: Vor einem Hotel in der Schwanthalerstraße zündeten Unbekannte einen Rauchkörper.

In der Nacht um 2 Uhr warf ein PSV-Fan aus dem vierten Stock eines Hotels in der Sonnenstraße Böller auf die Fahrbahn. Polizisten fanden in seinem Hotelzimmer eine große Menge Pyrotechnik. Der Böllerwerfer wurde festgenommen und angezeigt. Nach Zahlung einer Sicherheitsleistung wurde er wieder entlassen. Auch gegen ihn wurde ein Tageshausverbot für die Allianz-Arena ausgesprochen.

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Auch im Bereich der Fraunkirche ging's rund: Aus einer Gruppe von 40 PSV-Fans wurden mehrere Böller und Rauchkörper gezündet. Ein vermummter Böller-Werfer konnte festgenommen werden.

Am Platzl erwischte die Polizei einen Mann mit einer brennenden Rauchfackel in der Hand. Bei seiner Vernehmung stellte sich heraus, dass er die Rauchfackel nur vom Boden aufhob, um sie aus der Menschenmenge zu entfernen.

Nach der Bestätigung seiner Aussage wurde er aus dem Gewahrsam wieder entlassen.

Diskoschlägerei

Aber nicht nur mit Pyrotechnikern musste sich die Polizei rumschlagen: In der Nacht auf Mittwoch kam es zu einer wilden Schlägerei in einer Diskothek. Zwei Männer aus einer Gruppe von zwölf PSV-Fans griffen drei Gäste nach einem Streit mit Flaschen und Gläsern an. Die beiden Fans konnten von Polizeibeamten festgenommen und der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt werden.

In der Allianz-Arena wurden beim Einlaufen der Mannschaften in einem Gästeblock rote bengalische Fackeln sowie zwei Blitzfackeln gezündet. Es konnten drei Täter ermittelt und festgenommen werden.

Laut Polizei kam es nach dem Spiel dann zu keinen nennenswerten Zwischenfällen mehr. Insgesamt wurden elf "polizeiliche Freiheitsentziehungen" vollzogen.

Die eingesetzten Ordner der Allianz-Arena fanden drei Messer und behielten 850 Taschen bzw. Rücksäcke ein.

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