FC Bayern: Lucas Hernandez spricht über seinen verschwundenen Vater

Lucas Hernández spricht über seinen Vater, der verschwunden ist. "Ich weiß nicht, wo er ist, was er macht und ob er noch lebt", sagt der Rekord-Neuzugang des FC Bayern.
| Maximilian Koch
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Kam im Sommer von Atlético Madrid zum FC Bayern: Lucas Hernández
Matthias Balk/dpa Kam im Sommer von Atlético Madrid zum FC Bayern: Lucas Hernández

München - Wenn man Lucas Hernández (23) beim FC Bayern beobachtet, während der Trainingseinheiten, beim Wiesn-Besuch mit den Kollegen oder auch auf dem Spielfeld, sieht man einen fröhlichen jungen Mann, der fast immer ein Lächeln auf den Lippen hat und für jeden Spaß zu haben ist. "Ein toller Kerl mit viel Humor", sagt Trainer Niko Kovac über den französischen Abwehrstar, der für die Rekordsumme 80 Millionen Euro von Atlético Madrid nach München gewechselt ist.

Doch nicht alles in Hernández’ Leben lief so unbeschwert, wie es vielleicht aktuell den Eindruck macht. In einem Interview mit "spox.com" und "DAZN" gab der Franzose nun tiefe Einblicke in sein Privatleben. Er berichtete etwa von der schwierigen Beziehung zu seinem Vater Jean-François Hernández (50), der einst selbst Profifußballer war.

Hernández: "Habe nie verstanden, warum er gegangen ist"

"Ich weiß nicht, wo er ist, was er macht und ob er noch lebt", sagte Hernández junior in dem Gespräch. Hintergrund: Der Vater verschwand vor einiger Zeit plötzlich über Nacht, angeblich setzte er sich nach Thailand ab. Der heutige Bayern-Star war damals noch ein Kind, die Mutter musste ihn und Bruder Theo (21) allein großziehen. "Wir haben nie verstanden, warum er gegangen ist", sagte Hernández, der seitdem keinen Kontakt mehr zu seinem Vater hat. Die Schatten der Vergangenheit.

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"Jetzt habe ich meine eigene Familie gegründet", erklärte der Abwehrspieler weiter: "Und da er uns bislang nicht kontaktiert hat, wird ihn das nicht interessieren. Oder er hat keine Lust, mit uns zusammen zu sein." Im Sommer 2018 wurde Hernández Weltmeister mit Frankreich und auch Vater seines Sohnes Martin. Für den Bayern-Profi war die Geburt "noch einmal eine größere Sache" als der Gewinn der Weltmeisterschaft.

Hernández über Transfermarkt: "Man zahlt unglaubliche Summen"

Auf das Fußballgeschäft hat Hernández einen durchaus kritischen Blick. Die Entwicklung der Ablösesummen etwa hält er für fragwürdig. "Die Ablösesummen sind zuletzt immer übertriebener geworden", sagte er. "Man zahlt unglaubliche Summen." Dass Bayern so viel Geld in ihn investierte, macht Hernández "stolz. Es ist aber nicht nur Stolz, sondern auch eine Verantwortung. Durch all das Vertrauen, das der Verein mit dieser Summe in mich gesetzt hat, liegt es nun an mir, dies auf dem Platz zurückzuzahlen und mein Maximum zu geben."

Bislang ist der Neuzugang auf einem sehr guten Weg. Das Lächeln vergisst er dabei nie.

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