FC Bayern: Franck Ribéry erzählt von dramatischer Reise

Franck Ribéry gerät beim FC Bayern durch seine mutmaßliche Stadionflucht in den Fokus. In einem Interview erzählt der Franzose nun von einer ganz anderen Fahrt - der Grund ist hochemotional.
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Arjen Robben (li.) und Franck Ribery (Mi.) beim FC Bayern.
dpa Arjen Robben (li.) und Franck Ribery (Mi.) beim FC Bayern.

München - Fußballer sind abgehoben, zu weit entfernt von der Wirklichkeit heißt es. Dass hinter der Glitzerfassade der Traumvillen und sündhaft teuren Sportwägen auch ein ganz normaler Mensch steckt, vergisst man dabei häufig. Franck Ribéry vom FC Bayern gewährte nun im Kicker einen Blick hinter eben jene Fassade und erzählte eine emotionale Geschichte.

"Als ich im Sommer aus dem Urlaub in Sardinien zurück nach München kam, erhielt ich den Anruf von der Frau eines ehemaligen Mitspielers. Er heißt Cedric Vanoukia. Wir haben in Brest ein Jahr zusammengespielt. Er ist ein feiner Kerl. Seine Frau war im Schockzusatnd, sie sagte mir, Cedric habe eine Gehirnblutung und liege im Krankenhaus", erzählte Ribéry dem Fußball-Fachmagazin. 

Ribéry: "Kann kein Luxus-Urlaub aufwiegen"

Er habe sich noch am selben Abend ins Auto gesetzt und sei mit seinem Bruder 1.500 Kilometer in die Bretagne gefahren, um ihn zu sehen, erzählte der Bayern-Star: "Das bin ich. Diese Momente mit Cedric und seiner Familie, die kannst du nicht kaufen. Das kann kein Luxus-Urlaub aufwiegen."

Ribéry sprach weiter über seine Herkunft, und darüber, dass ihn diese geformt habe. "Wenn du aus einem Viertel kommst wie ich, nichts anderes kennst, wenn dein Viertel quasi dein Zuhause ist, du nur selten in die Innenstadt kommst, ja, fast nie verreist und keine Urlaube kennst, dann formt dich das", sagte er. "Du nimmst alles auf, was um dich herum passiert, denn du musst dich durchbeißen."

Ribéry wuchs in einfachen Verhältnissen auf

Sein Temperament habe ihm geholfen, schilderte er, "aber dieses Umfeld hat mich stark geprägt". Ribéry wuchs einst in einfachen Verhältnissen in Boulougne-sur-Mer an der französischen Nord-Ost-Küste auf. Später musste er sich als Bauarbeiter Geld dazu verdienen, als er für unterklassige Klubs spielte. 

Lesen Sie hier: Treterei gegen FC Bayern: Traurig, diese Hilflosigkeit!

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