FC Bayern: Ex-Profi Sandro Wagner rechnet mit den sozialen Medien ab

Der ehemalige Profi des FC Bayern, Sandro Wagner, hat den Umgang mit den sozialen Medien sowie die Arroganz einiger seiner Kollegen kritisiert.
| AZ/sid, dpa
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Spielte von 2018 bis 2019 für den FC Bayern: Sandro Wagner.
dpa Spielte von 2018 bis 2019 für den FC Bayern: Sandro Wagner.

München - Der ehemalige Bayern-Spieler Sandro Wagner (31) kritisiert die sozialen Medien scharf. "Mir fehlen die Worte. Wie dort miteinander umgegangen wird, so stumpf, asozial, sinnlos. Da frage ich mich schon, wo soll das noch hinführen?", sagte der beim chinesischen Club Tianjin Teda beschäftigte Stürmer in einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit dem Portal "t-online.de".

Der Vater von drei Kindern bezeichnete die Sozialen Medien als "ganz großes Übel" und findet "diese Entwicklung krank": "Ich sehe die Gefahr, dass unsere Kinder immer dümmer und letztlich auch unglücklicher werden. Weil sie falschen Vorbildern hinterher eifern, die eine glattgeleckte Glamour-Welt vorheucheln."

Wechselte im Winter 2019 nach China

Er habe sich während eines Trainingslagers mal anonym bei Instagram angemeldet, "um zu schauen, was dort abgeht": "Und wenn ich diese ganzen kleinen Instagram-Gangster sehe mit ihren Goldketten ... Im echten Leben muss Mami kommen, wenn es ein Problem gibt."

Wagner ist im vergangenen Winter von deutschen Rekordmeister nach China gewechselt. Der Umzug sei seiner Familie zunächst schwer gefallen: "Meine Tochter ist bereits acht und hat mich gefragt, warum ich noch mehr Geld verdienen möchte. Ich hätte doch bereits schon einen Porsche." 

Wagner kritisiert die Selbst-Inszenierung einger Kollegen

Er betont, dass es ihm wichtig sei, dass sich seine Familie nicht groß mit dem Fußball beschäftigt. Auch die Selbst-Inszenierung einiger Fußballprofis hält er für übertrieben: "Ich finde das immer ein wenig befremdlich, wenn Kollegen das ganze Wohnzimmer wie ein Fußball-Museum dekorieren. Müllmänner haben schließlich auch keine besonders gut geleerte Tonne dort rumstehen." 

Stattdessen plädiere er dafür, sich nicht so wichtig zu nehmen: "Wir sind als Menschen nicht anders als beispielsweise diejenigen, die für acht Euro in der Stunde unsere ältere Generation pflegen."

Lesen Sie hier: Bixente Lizarazu über Neuzugang -

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