FC Bayern bereits unter Zugzwang: Was vor dem Arsenal-Kracher für die Münchner spricht

Auf den FC Bayern wartet die bislang schwerste Aufgabe in dieser Saison: Am Mittwoch kommt der englische Meister FC Arsenal in die Allianz Arena! Der Champions-League-Finalist des Vorjahres hat sich unter Trainer Mikel Arteta in den vergangenen Jahren zu einem der stärksten Teams in Europa entwickelt und holte an den ersten beiden Spieltagen der Ligaphase zwei Zu-Null-Siege gegen OSC Lille (3:0) und bei der SSC Neapel (1:0).
Die Bayern, bei denen Chefcoach Vincent Kompany zuletzt kränkelte und womöglich nicht an der Seitenlinie wird stehen können, sind ihrerseits nach dem unnötigen 3:3 bei Viking Stavanger in der vergangenen Woche bereits unter Zugzwang. Ein erneuter Punktverlust, und die direkte Achtelfinalqualifikation rückt für die Münchner bereits nach dem dritten Spieltag ein gutes Stück in die Ferne.
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23 Tore in vier Spielen: Die Bayern sind enorm heimstark
Ein ganz großer Trumpf der Bayern ist auch in dieser Saison die Heimstärke. Die bisherigen vier Heimspiele haben die Münchner allesamt gewonnen – und zwar auf äußerst beeindruckende Weise. Tordifferenz: 23:2! Kein einziges Mal wurde der Gegner mit weniger als fünf Gegentoren nach Hause geschickt.

Wenn die Champions-League-Hymne ertönt, fühlen sich die Bayern in der Allianz Arena ohnehin besonders wohl. Seit einem 2:3 gegen Manchester City im Dezember 2013 hat der deutsche Rekordmeister in der Gruppen- bzw. Ligaphase der Champions League vor heimischem Publikum nicht mehr verloren. Von 39 Heimspielen in der Vorrunde des Wettbewerbs wurden in diesem Zeitraum 37 gewonnen (zwei Remis) – zuletzt gab es hier sogar neun Siege in Folge. Eine Serie, die die Münchner unbedingt ausbauen wollen.
Auch Arsenal muss auf wichtige Spieler verzichten
Während beim kränkelnden Kompany noch unklar ist, ob er am Mittwochabend an der Seitenlinie stehen kann, wird Michael Olise nach seiner unnötigen Gelb-Roten Karte gegen Stavanger gegen die Gunners definitiv fehlen. Der Ausfall des Offensiv-Stars bedeutet für die Münchner eine enorme Schwächung. Er wird aller Voraussicht nach durch Serge Gnabry ersetzt.
Doch auch Arsenal wird nicht in Bestbesetzung antreten können. Besonders schmerzhaft ist der Ausfall von Innenverteidiger William Saliba, der sich im WM-Halbfinale gegen Spanien in diesem Sommer eine Rückenverletzung zugezogen hat und seither nicht zur Verfügung steht. Der Franzose ist unter Arteta als absoluter Schlüsselspieler in der Abwehr eingeplant und ist laut "transfermarkt.de" mit einem Marktwert von 100 Millionen Euro der wertvollste Verteidiger der Welt.

Neben Saliba könnte mit Piero Hincapie noch ein weiterer Top-Innenverteidiger ausfallen. Der ehemalige Leverkusener ist angeschlagen und konnte zuletzt nur individuell trainieren. Sicher fehlen wird hingegen Offensiv-Neuzugang Christos Tzolis, der im Sommer für 40 Millionen Euro vom FC Brügge verpflichtet wurde. Der Grieche laboriert an einer Oberschenkelverletzung.
Bayern ist einer von Arsenals großen Angstgegnern
In der vergangenen Saison trafen beide Teams ebenfalls in der Gruppenphase aufeinander. Seinerzeit setzten sich die Gunners im Emirates Stadium mit 3:1 durch und waren neben Paris Saint-Germain und dem FC Augsburg einer von nur drei Gegnern, die die Bayern in der abgelaufenen Spielzeit überhaupt besiegen konnten.
Insgesamt haben die Münchner gegen die Gunners über die Jahre hinweg aber meist gut ausgesehen. Von bislang sieben Heimspielen gegen die Gunners verloren die Münchner nur eines, fünfmal gingen sie als Sieger vom Platz. Die vergangenen drei Duelle in München gewann der Rekordmeister allesamt – zweimal sogar mit mindestens vier Toren Vorsprung.

Auch insgesamt spricht der direkte Vergleich für den FC Bayern. In 15 Champions-League-Partien setzte sich der FCB achtmal durch, drei Begegnungen endeten unentschieden und Arsenal gewann viermal. Arsenal liegt den Bayern also.
Letzte Duftmarke vor dem Ballon d'Or? Kane trifft gegen Arsenal besonders gerne
Für Torjäger Harry Kane ist die Partie gegen Arsenal eine ganz besondere. Der heutige Bayern-Stürmer spielte in der Jugend für die Gunners, wurde allerdings aussortiert und wechselte zu Erzrivale Tottenham, wo er zur Vereinslegende wurde. Seither trifft der 33-Jährige gegen Arsenal besonders gerne. Insgesamt erzielte er in 22 Pflichtspielen 15 Tore gegen die Gunners. Häufiger traf er nur gegen den FC Everton (16 Tore in 17 Spielen) und Leicester City (20 Tore in 20 Spielen).

Für eine ordentliche Portion Extra-Motivation dürfte zudem die Ballon-d'Or-Gala am kommenden Montag sorgen. Dabei gilt Kane neben Lamine Yamal vom FC Barcelona als einer der Top-Favoriten auf den Titel. Während sein spanischer Konkurrent im Kracher gegen Titelverteidiger Paris Saint-Germain am Dienstagabend noch eine Duftmarke vor der Vergabe des Weltfußballer-Titels setzen will, kann Kane tags darauf gegen Erzrivale Arsenal noch Eigenwerbung betreiben.