Espanyol an Bayern-Ladenhüter dran – beim Geld braucht es einen Kompromiss

Gut eine Woche vor dem Ende des Transferfensters kommt bei den Abgangskandidaten des FC Bayern Bewegung rein. João Palhinha weilt bereits in Lissabon, um die letzten Details für seinen Wechsel zu Benfica zu klären, und auch bei Bryan Zaragoza zeichnet sich nun ein Abgang ab. Wie die "Mundo Deportivo" berichtet, zeigt Espanyol Barcelona großes Interesse an einem Transfer des 1,64 Meter großen Angreifers.
Zuletzt hatte Espanyol-Sportdirektor Monchi bereits betont, dass der Fokus des Klubs auf der Verpflichtung eines Flügelspielers stehe. Auf die Rückfrage, ob man dabei auch Bayern-Spieler Zaragoza ins Visier genommen habe, antwortete er ausweichend. "Wir haben uns sehr bemüht, viele Namen haben verschiedene Prüfungen durchlaufen, wir bewerten denjenigen, der in sportlicher, wettbewerblicher und wirtschaftlicher Hinsicht am besten zum Trainerstab passt", so Monchi.
Kann sich Espanyol eine Zaragoza-Verpflichtung leisten?
Laut "Mundo Deportivo" sind die Katalanen Favorit auf eine Verpflichtung des 24-jährigen Angreifers. Das Problem: Espanyol würde Zaragoza gerne ausleihen und hofft dabei auch noch darauf, dass die Bayern Teile des Gehalts übernehmen. Die Münchner bevorzugen allerdings einen festen Verkauf, da der Spieler in den Planungen des Vereins auch langfristig keine Rolle mehr spielen wird. Ein möglicher Kompromiss wäre eine einjährige Leihe mit anschließender Kaufverpflichtung. Bei den Bayern läuft der Vertrag des dreimaligen spanischen Nationalspielers noch bis 2029.
Dem Bericht zufolge ist Espanyol allerdings nicht der einzige Klub, der Zaragoza auf dem Schirm hat. Auch der FC Sevilla soll Interesse zeigen. Bei den Andalusiern steht Rubén Vargas vor einem Abgang vor einem Abgang zu Olympiakos Piräus, er soll dem Klub eine Ablöse von rund zwölf Millionen Euro in die Kassen spülen.
Nicht nur Zaragoza soll Bayern im Sommer noch verlassen
Zaragoza kam im Winter 2024 vom FC Granada zu den Bayern, konnte sich angesichts der großen Konkurrenz auf den Flügeln in München aber nie wirklich durchsetzen. Es folgten Leihen zu CA Osasuna, Celta Vigo und der AS Rom, doch auch hier konnte der 24-Jährige nicht nachhaltig auf sich aufmerksam machen.
Bei den Bayern ist der Spanier neben Palhinha und Rechtsverteidiger Sascha Boey einer von drei Spielern, die den Klub noch in diesem Sommer verlassen sollen. Letzterer stand am vergangenen Wochenende im Supercup gegen Borussia Dortmund (2:1) nicht einmal im Kader, obwohl er fit war und in mehreren Vorbereitungsspielen zum Einsatz kam.

"Wir haben von Anfang an klar mit den drei Jungs kommuniziert und wenn du so ein Spiel hast, dann nimmst du die Spieler, mit denen du über die Saison hinweg planst", meinte Sportvorstand Max Eberl nach der Partie beim BVB.