Es gibt keine Alternative zu Geisterspielen

Maximilian Koch, Bayern-Reporter der AZ, über Geisterspiele in Deutschland.
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Maximilian Koch, Bayern-Reporter der AZ, über Geisterspiele in Deutschland.
imago images / ULMER Pressebildagentur Maximilian Koch, Bayern-Reporter der AZ, über Geisterspiele in Deutschland.

Es wird ein seltsames, befremdliches, ungutes Gefühl sein, in den kommenden Wochen, vielleicht Monaten Spitzenfußball ohne Zuschauer zu erleben. In erster Linie ist es schade für die Fans selbst, die ohne das Live-Erlebnis im Stadion auskommen müssen, die sich vielleicht schon lange auf eine Partie gefreut haben – und nun vor dem Fernseher hocken statt ihrer größten Leidenschaft nachzugehen. Gleichzeitig werden Klubs und Spieler erfahren, wie wichtig und unverzichtbar die Ultras in den Kurven doch sind, dass erst sie den Fußball zur größten Alltagskultur dieses Landes machen.

Zur Geisterspiel-Entscheidung der bayerischen Landesregierung gibt es freilich keine Alternative. Auch wenn das Coronavirus für jüngere Menschen relativ ungefährlich ist, wären weitere Spiele in vollen Arenen unverantwortlich gewesen. Die Gefahr, das Virus zu bekommen und dann womöglich Ältere, die eigenen Eltern oder Großeltern anzustecken, ist zu hoch. Dass Union Berlin die Partie gegen den FC Bayern trotzdem vor ausverkauftem Haus austragen will, ist fahrlässig.

Lesen Sie hier: Das Coronavirus sorgt bei Bayern für gespenstische Aussichten

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