Erneute Masken-Schluderei in der EM-Arena: Muss Bayern weiter auf Zuschauer verzichten?

Trotz einer deutlichen Ansage von Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek halten sich auch beim Spiel gegen Ungarn viele Fans nicht an die Einhaltung der Maskenpflicht. Dies könnte auch Konsequenzen für Profiklubs wie dem FC Bayern haben.
| AZ/dpa
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In der Münchner EM-Arena hält sich bei weitem nicht jeder an die Maskenpflicht.
In der Münchner EM-Arena hält sich bei weitem nicht jeder an die Maskenpflicht. © IMAGO / Team 2

München - Dieser Appell verhallte offenbar komplett: Nach dem Spiel der deutschen Nationalmannschaft am vergangenen Wochenende kritisierte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek die zu lasche Umsetzung der Maskenpflicht - beim Spiel gegen Ungarn bot sich auf den Rängen allerdings dasselbe Bild.

Dies könnte laut Holetschek auch Konsequenzen auf Profiklubs wie den FC Bayern haben, die zur neuen Saison eigentlich auf eine Zulassung von Fans hoffen. Der Gesundheitsminister erinnerte daran, dass die vier Spiele der Europameisterschaft in München mit je 14.500 Zuschauern ein Modellversuch seien. "Wenn der Modellversuch schief läuft, dann sehe ich ehrlich gesagt schwarz, dass der Profifußball in Zukunft vor vielen Zuschauern spielen kann", sagte der Minister in dem Beitrag.

Klaus Holetschek (CSU), Staatsminister für Gesundheit und Pflege, schaut in die Runde.
Klaus Holetschek (CSU), Staatsminister für Gesundheit und Pflege, schaut in die Runde. © Peter Kneffel/dpa/Archivbild

FC Bayern hofft zum Saisonstart auf Zuschauer

Eigentlich hoffen und fordern Proficlubs wie der FC Bayern, so schnell wie möglich wieder in vollen Stadien spielen zu können. Das etwa unterstrichen zuletzt wieder die Vereinschefs der Münchner und von Borussia Dortmund sowie Liga-Boss Christian Seifert.

Die Staatsregierung warnt trotz niedriger Inzidenzzahlen davor, im Kampf gegen Corona leichtsinnig zu werden und sorgt sich vor allem um die Folgen durch die deutlich ansteckendere Delta-Variante.

Ordner weisen regelmäßig auf Maskenpflicht hin

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hatte nach dem Frankreich-Spiel seine Bemühungen in der Arena intensiviert und wurde dafür auch von der Stadt gelobt. Beatrix Zurek als Leiterin des Gesundheitsreferats fand, dass die Maßnahmen vor der zweiten Partie deutlich verbessert worden seien.

"Es waren in jedem Block Ordner, die durchgegangen sind. Es ist während des Spiels auf der Leinwand angezeigt worden, dass man die Maske tragen sollte. Die Ordner hatten sogar Bilder, dass selbst derjenige, der nicht der portugiesischen oder deutschen oder englischen Sprache mächtig war, das erkennen konnte", sagte sie.

Zurek ergänzte aber im BR: "Der Ordner ging vorbei, die Maske wurde draufgetan, und dann wieder weggenommen, als der Ordner, die Ordnerin nicht mehr da war. Es ist wirklich eine schwierige Geschichte."

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